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Lausitzer Rundschau: Margot Käßmann als erste Frau an der Spitze der EKD Gemeindenahe Praktikerin

    Cottbus (ots) - Sie ist die erste Frau an der Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland. Doch die Wahl der hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann zur Ratsvorsitzenden der EKD war in jeder Hinsicht konsequent. Denn von allen leitenden Geistlichen der EKD hat allein sie das Format, das nötig ist, dem brillanten Theologen Wolfgang Huber nachzufolgen. Schon in der Vergangenheit hat sich Käßmann profiliert, etwa im Streit um die Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas. Und auch in Zukunft sind von ihr klare Worte zu erwarten - etwa zur Kinderarmut, zur Pflege oder auch zur Ökumene, die die Theologin weiter stärken will. Doch die neue Ratsvorsitzende der EKD wird auch manches anders machen als ihr Vorgänger: Viel stärker als der Akademiker und brillante Rhetoriker Huber gilt Margot Käßmann als gemeindenahe Praktikerin. Ganz ähnlich übrigens, wie auch der künftige Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, der in wenigen Tagen sein Amt antritt. Ein Beispiel dafür ist der innerkirchliche Reformprozess: Ihn unterstützt die neue Ratsvorsitzende klar. Doch sie warnt auch vor dem Druck, den Impulspapiere mancherorts in Gemeinden auslösen. Margot Käßmann steht für eine Volkskirche, die auf die Menschen zugeht. Als neue EKD-Leitfigur vertritt sie ein glaubwürdig gelebtes Christentum, das sich hoffentlich mit starker Stimme in die Debatten der Gesellschaft einbringt.

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