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Lausitzer Rundschau: Zum Rausschmiss von Hertha-BSC-Trainer Lucien Favre Allen Treueschwüren zum Trotz

    Cottbus (ots) - Alle Treueschwüre, gemeinsam durch die sportliche Krise zu gehen, sind am Ende - wie fast immer - wertlos gewesen. Da hat auch Hertha BSC keine Ausnahme gemacht. Zuletzt rückte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz vom Schweizer ab, Lucien Favre muss seinen Trainer-Stuhl räumen. In der Vorsaison als Architekt eines Erfolgsteams gefeiert, wird der Coach nun für die hilflosen Darbietungen seiner führungslosen Mannschaft verantwortlich gemacht. Die Fakten sprachen indes selten zuvor so deutlich gegen einen Trainer: Fehlstart in die Europa League, DFB-Pokal-Aus bei einem Zweitligisten, zuletzt sechs Niederlagen in Folge und letzter Tabellenplatz in der Bundesliga. Die Ursachen für die Misere liegen tiefer. Sie sind begründet in der Ära Dieter Hoeneß, der nach langem Getöse im Juni ebenfalls vorzeitig seinen Platz bei Hertha räumen musste. Unter diesem Manager häufte der Klub einen Schuldenberg von mehr als 30Millionen Euro an. Mehrere kostspielige Verpflichtungen wie die des Brasilianers Alex Alves erwiesen sich als Flop. Im Sommer mussten deshalb mit Josip Simunic, Andrej Woronin und Marco Pantelic drei absolute Leistungsträger den Verein verlassen, um das Loch in der Kasse nicht weiter anwachsen zu lassen. Der Substanzverlust war indes nicht zu verkraften, Berlin präsentiert sich im Herbst2009 ohne Mumm, ohne Plan, ohne Gesicht. Favre trägt an dieser Entwicklung sicher nicht die Alleinschuld. Das weiß auch die Hertha-Führung. Die Zeche muss der Schweizer trotzdem zahlen - allen Treueschwüren zum Trotz.

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