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Lausitzer Rundschau: Tropical Islands investiert in Brand Wagemutig

    Cottbus (ots) - Das Stichwort Globalisierung hat sicher auch in der Lausitz einen eher unguten Klang. Ins Ausland verlagerte Arbeitsplätze sind das Erste, was den meisten in den Sinn kommt. Mit Blick auf Tropical Islands und den gestern besiegelten Bau eines 2000-Häuser-Feriendorfs jedoch scheinen auch die Vorzüge der Globalisierung auf. Da arbeiten Tourismus-Unternehmen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg an einem - für den Laien - wagemutigen Projekt in der Region, investieren Hunderte Millionen Euro, schaffen Hunderte Arbeitsplätze. Dabei erschien vielen schon die Ursprungsidee, Touristen eine Tropenwelt in einer ehemaligen Luftschiff-Halle verkaufen zu wollen, aberwitzig. Jetzt kommen 2000 Ferienhäuser im Nadelwald von Brand (Dahme-Spreewald) dazu, die zu bauen und zu erschließen noch mal 650 Millionen Euro kostet. Wieder stellt sich die Frage: Wer will da rein? Allerdings sollte allen Skeptikern Mut machen, dass der Ferienhaus-Investor Eske Group aus Dänemark erfahren ist und renommiert. Er hat sich Tropical Islands lange angesehen und erst dann seine Entscheidung getroffen. Mut macht außerdem, dass der malaysische Tanjong-Konzern das unternehmerische Risiko für Tropical Islands ab jetzt nicht mehr allein trägt. Es verteilt sich auf zwei starken Schultern. Und schließlich: Zwei Partner, die so weit gegangen sind und Hunderte Millionen Euro in ein Tourismus-Projekt investieren, können jetzt kaum noch zurück, um in Brandenburg ein weiteres Millionengrab zu hinterlassen.

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