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Lausitzer Rundschau: Fußballrandale in den unteren Spielklassen Mut zum Angriff

    Cottbus (ots) - Auf mehreren hundert Fußballplätzen der Region wird am Wochenende gekickt. Landesliga, Landesklassen, Kreisliga und Kreisklassen sind die Welt vieler kleiner Vereine mit engagierten ehrenamtlichen Funktionären. Gerade im ländlichen Raum ist Fußball ein wichtiges soziales Bindeglied. Gegen gewalttätige und rechtsradikale Zuschauer, die pöbeln und randalieren wollen, sind diese Fußball-Vereine kaum gewappnet. Doch wie aktuelle Zwischenfälle zeigen, bleiben sie davon nicht verschont. Krawallmacher, die an dem inzwischen hohen Sicherheitsstandard des Cottbuser Energiestadions scheitern, suchen sich neue Spielfelder in den unteren Klassen. Dort alle Plätze mit hohen, stabilen Zäunen und ständig präsenten Sicherheitsdiensten auszustatten ist schlicht unmöglich. Wehrlos sind die Vereine trotzdem nicht. Der erste und wichtigste Schritt ist: mehr Information. Polizei, Verfassungsschutz und Fußballverband sind damit in die Offensive gegangen. Die Verantwortlichen in den Vereinen müssen aber auch raus aus einer mentalen Opferrolle. Motto: Wenn das rauskommt, was hier passiert ist, dann schadet das unserem Ruf. Also lieber Schweigen. Doch gerade dieses Schweigen beschädigt den Ruf eines Vereins. Was hilft ist, wie auf dem Rasen: Mut zum Angriff. Ohren und Augen auf, wenn fremdenfeindlich oder einfach nur geschmacklos gepöbelt wird. Polizei einschalten, sich als Zeuge zur Verfügung stellen und immer wieder den eigenen Anhängern klar machen: Die gehören nicht zu uns, auch wenn sie im Dorf in der selben Straße wohnen. Schließlich geht es um viel, um die schönste Nebensache der Welt, jedes Wochenende auf hunderten Rasenplätzen der Region.

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