Alle Storys
Folgen
Keine Story von Lausitzer Rundschau mehr verpassen.

Lausitzer Rundschau

Lausitzer Rundschau: Russischer Präsident Medwedew in Berlin Es bewegt sich was

Cottbus (ots)

Noch ist nicht ausgemacht, wohin sich Russland
unter seinem neuen Präsidenten Dmitri Medwedew wenden wird. Nach 
Osten? Außenpolitisch also in das anti-westliche Lager und 
innenpolitisch in die Abschottung gegen eine weitere 
Demokratisierung? Medwedews erste Reise führte ihn nach China.
Oder nach Westen? Sein zweites Reiseziel war gestern Berlin. Medwedew
will Russland für Investoren aus dem Westen öffnen, was zwingend auch
mehr Rechtsstaatlichkeit bedeutet. Er will die Ökonomie seines Landes
auf eine breitere Basis stellen, denn bisher steht Russlands Kraft 
auf sehr luftigen Füßen: Gas.
Der Besucher im Kanzleramt ließ erkennen, dass der Westen und die 
Demokratie ihm mental näher liegen. Während sein Vorgänger Wladimir 
Putin in den vergangenen Jahren seiner Amtszeit sowohl das 
militärische Drohpotenzial als auch die Rohstoffvorräte des Landes 
einsetzte, um Russland stark erscheinen zu lassen, ist sein 
Nachfolger Medwedew deutlich stärker um Kooperation nach außen und 
Reformen im Innern bemüht. Ein umstrittenes Gesetz zur Verschärfung 
der Pressezensur hat er bereits einkassiert. Es bewegt sich was in 
Russland. Der Westen kann und muss diesen Prozess mit Angeboten zu 
einer weitreichenden Zusammenarbeit beeinflussen.
Deutschland kommt dabei eine entscheidende Mittlerrolle zu. Sowohl 
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch Außenminister Frank-Walter 
Steinmeier (SPD) haben das erkannt und Medwedew entsprechende Signale
gegeben. Auch die Wirtschaft und Zivilorganisationen sollten dem 
Beispiel jetzt folgen und ihre Kontakte nach Russland erheblich 
intensivieren. Denn diese Chance könnte historisch sein.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Lausitzer Rundschau
Weitere Storys: Lausitzer Rundschau
  • 30.05.2008 – 20:03

    Lausitzer Rundschau: Zur Teilprivatisierung der Deutschen Bahn Schnelles Geld

    Cottbus (ots) - Welcher Unternehmer würde ohne Not einen Betrieb verkaufen, der langfristig gute Einnahmen verspricht? Die Antwort lautet: der Staat. Wie etliche Kommunen und Bundesländer verscherbelt er seit Jahren sein Tafelsilber - für schnelles Geld. Die Teilprivatisierung der Bahn soll etwa acht Milliarden Euro bringen. Allein 2007 hat die Bahn 1,72 ...

  • 30.05.2008 – 20:02

    Lausitzer Rundschau: Telekom ließ Aufsichtsräte und Journalisten ausspionieren Ohne jedes Maß

    Cottbus (ots) - Vielleicht wird vielen Menschen erst langsam klar, was sich hinter dem jüngsten Skandal bei der Telekom verbirgt. Denn das, was bisher als Abhör-Affäre Schlagzeilen macht, ist mehr als das. Es ist ein Erdrutsch. Hier wurde offenbar nicht nur gegen ein Gesetz verstoßen, sondern gleich gegen eine ganze Reihe. Immer deutlicher werden die ...

  • 30.05.2008 – 19:59

    Lausitzer Rundschau: Parteitag der FDP in München Liberale Kurssuche

    Cottbus (ots) - Die FDP will nach der Wahl 2009 wieder mitregieren. Sie muss. Mehr als elf Jahre Opposition hält eine Partei von der Mentalität der Liberalen nicht aus. Guido Westerwelle hat die Oppositionsjahre lange als liberale Sponti-Zeit gestaltet. Das Projekt 18 Prozent, die eigene Kanzlerkandidatur, die überzogene Rhetorik gegen die Linken noch im vergangenen Jahr, als er sich als "Statue der Freiheit" ...