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Lausitzer Rundschau: Bundestrainer Löw und die Findung des deutschen EM-Kaders DSDS mit Ball

    Cottbus (ots) - Dank Bundestrainer Joachim Löw wissen wir nun auch, wie ein Casting für Fußball-Nationalspieler funktioniert. Der von Löw ausgerufene Konkurrenzkampf im Trainingslager auf Mallorca war eine Art Deutschland sucht den Superstar (DSDS) mit Ball. 26 Profis bewarben sich um die 23 Fahrkarten zur Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Als erster Bundestrainer überhaupt hatte Löw ein solches Auswahlverfahren anberaumt. Er hatte gute Gründe dafür: Durch den erhöhten Konkurrenzdruck mussten alle Spieler zusätzlich Gas geben. Zudem hätte Löw im Falle von Verletzungen im Trainingslager sofort einen Nachrücker parat gehabt. Und schließlich konnten auch die drei ausgemusterten Spieler schon jetzt in Löws Fußballphilosophie eingebunden werden. Denn dass sowohl Jermaine Jones als auch Patrick Helmes und Marko Marin zu Deutschlands Hoffnungsträgern zählen, ist unbestritten. Sie haben zwar jetzt beim DSDS mit Ball verloren, werden aber wieder ihre Chance bekommen. Während Jones und Helmes mit ihrer Ausmusterung rechnen mussten, ist die Personalie Marin eine Überraschung. Der Debütant galt eigentlich als gesetzt. Seine Streichung dokumentiert, dass Löw vor allem jenen Spielern vertraut, die schon bei der WM 2006 als Leistungsträger dabei waren. Sie alle sind zwei Jahre reifer geworden und sollen Deutschland zum Titel schießen. Diese Kontinuität beim Aufbau des Teams ist lobenswert. Damit einher geht jedoch auch ein zwingender Anspruch: Das eingespielte WM-Team muss bei der EM zeigen, dass es sich auch wirklich weiterentwickelt hat.

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