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Lausitzer Rundschau: Vorwahlen der US-Demokraten Ein klares Votum

    Cottbus (ots) - Wer ein Demokrat ist, respektiert das Votum der Wähler, könnte man meinen. Wäre dem bei den Vorwahlen der Demokraten in den USA so, müsste Hillary Clinton heute ihre Kandidatur zurückziehen. Denn sie liegt, was die Zahl der Stimmen wie der Delegierten betrifft, so weit zurück, dass sie Barack Obama nicht mehr einholen kann. Sie hätte am Dienstag einen überzeugenden Sieg im Bundesstaat Indiana gebraucht. Tatsächlich aber gab es nur einen klaren Sieger. In North Carolina erreichte Obama wieder einen Triumph. Die frühere First Lady kann nur noch darauf setzen, dass die Amtsträger und Funktionäre der Partei die in ungewöhnlich großer Zahl zu den Urnen geströmten Wähler ignorieren. Clinton hatte in den letzten Wochen darauf gesetzt, ihren Gegner schwach zu reden. Es war der Versuch, einen Hoffnungsträger seines Mythos zu berauben. Aber ihr gelang es nicht, eine Wende herbeizuführen. Jetzt fällt diese zerstörerische Strategie auf sie zurück. Denn letztlich geht es vor allem darum, die um John McCain gescharten Republikaner im November zu besiegen. Und dabei verliert die verzweifelte Anstrengung von Clinton zunehmend an Glaubwürdigkeit. Sie verstört vor allem die vielen jungen Wähler, die einen Neuanfang wollen. Wenn nun tatsächlich Obama Gegner von John McCain wird, wird das Rennen um das Weiße Haus zu einer Auseinandersetzung um die Bereitschaft, entweder einen radikalen Bruch herbeizuführen oder zumindest übergangsweise nur in bescheidenem Umfang den Kurs zu korrigieren und die Zukunft einer späteren Wahl zu überlassen.

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