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Lausitzer Rundschau: CSU muss um Alleinherrschaft bangen Im Abwärtstrend

    Cottbus (ots) - Die CSU-Festung wackelt. Auch wenn die jüngste Meinungsumfrage nicht der demoskopischen Weisheit letzter Schluss sein muss, so schwant doch vielen Parteigängern, dass ihre scheinbar gottgegebene Alleinherrschaft auf der Kippe steht. Der Rest der Republik mag sich nun fragen, was geht uns das an? Antwort: Eine ganze Menge. Denn die CSU herrscht eben nicht nur südlich des Weißwurstäquators. Sie ist das konservative Markenzeichen der Union im Bund. Und sie sitzt natürlich auch mit am Kabinettstisch im Berliner Regierungsviertel. Vor diesem Hintergrund und in Anbetracht der bayerischen Landtagswahlen im Herbst dürften bundespolitisch unruhigere Zeiten anbrechen. Einen Vorgeschmack hat die CSU schon mit ihrer einsamen Forderung nach Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale gegeben. Auch das Münchner Trommelfeuer gegen den Gesundheitsfonds funktioniert nach der Devise, "mir san mir". Und bei der Föderalismusreform wird sich bis zum bayerischen Wahltermin wohl auch kein Rad mehr drehen. Dort geht es um die Schulden der armen Nordlichter, für die sich Bayern keinesfalls krumm legen will. Auch für die CDU kann die Schwäche der bayerischen Schwesterpartei fatale Folgen haben. Bei Bundestagswahlen hat die CSU stets eine überdurchschnittlich gute Ernte für die Union eingefahren. Es gibt nicht wenige Wähler, die in Hessen, Thüringen oder Niedersachsen deshalb christdemokratisch wählen, weil die Christsozialen ein politisches Korrektiv darstellen. Kommen sie ins Straucheln, haben auch CDU-Strategen ein Problem. Es bleibt das Geheimnis der CSU, ob sie ihren Abwärtstrend stoppen kann.

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