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Lausitzer Rundschau: China will Dialog mit Dalai Lama aufnehmen Politik der Stärke

Cottbus (ots)

Die Geste der chinesischen Regierung in Richtung
Dalai Lama ist eng verbunden mit dem Erfolg ihrer nationalistischen 
Kampagne der vergangenen Wochen. Es gelang der in Peking regierenden 
Machtclique, die Auseinandersetzung um Tibet so weit zu manipulieren,
dass dahinter die Frage nach den Menschenrechten völlig zurücktrat.
Mit dem kleinen Kursschwenk wird die dafür nützliche Hetzkampagne 
zunächst beendet. Denn aus dem Ruder laufen soll der Protest gegen 
die angeblichen Demütigungsversuche aus dem Westen nun auch wieder 
nicht. Die Geste hat darüber hinaus den Zweck, zumindest bis zum Ende
der Olympischen Spiele dem geschockten Ausland einen Vorwand zu 
liefern, nun seinerseits die ganze Angelegenheit auf sich beruhen zu 
lassen.
Grundsätzlich löst dies alles gar nichts. Denn China ist unter den 
gegenwärtigen Strukturen weder zu einem fairen Umgang mit seinen 
ethnischen Minderheiten noch zu einer Demokratisierung der 
Mehrheitsgesellschaft fähig. Jeder Schritt in diese Richtung würde 
sehr schnell die Frage aufwerfen, mit welcher Legitimation die Partei
das Schicksal des Landes bestimmt. Und dem Westen hilft das 
Gesprächsangebot auch nicht aus dem Dilemma im Umgang mit einer 
Diktatur.
Immerhin ist es auch ein Signal, dass die chinesische Führung 
ihrerseits weiß, wie abhängig auch ihre Herrschaft letztlich von 
halbwegs geregelten Beziehungen zu den wichtigsten Handelspartnern 
ist.

Pressekontakt:

Lausitzer Rundschau

Telefon: 0355/481231
Fax: 0355/481247
lr@lr-online.de

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