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Lausitzer Rundschau: Die US-Vorwahlen in New Hampshire Die kleineren Übel

    Cottbus (ots) - Hollywood hätte kein besseres Drehbuch schreiben können für den Beginn des Auswahlverfahrens der Kandidaten für die amerikanische Präsidentschaft. Nach dem fulminanten Auftakt in Iowa mit den beiden Überraschungssiegern Obama und Huckabee gewinnen jetzt beim ersten wirklichen Urnengang Hillary Clinton, die vor wenigen Tagen noch den Tränen nahe nicht mehr weiter zu wissen schien und John McCain, der älteste aller Bewerber, den sie schon tot geschrieben hatten, als ihm im vergangenen Sommer das Geld ausging. Damit bleibt das Rennen völlig offen. In New Hampshire landeten damit die beiden Senatsmitglieder ganz vorne, die aus europäischer Sicht in ihrem jeweiligen Lager am berechenbarsten sind. Mit Clinton wie mit McCain könnte beispielsweise Bundeskanzlerin Merkel (CDU) an vielen Punkten sehr gut zusammenarbeiten. Ob allerdings den USA wie dem Rest der Welt diese beiden, die jeweils das kleinere Übel verkörpern, wirklich gut tun würden, ist eine genauso offene Frage wie die Nominierung selbst. Denn das, was Barack Obama und in geringerem Maße auch Mike Huckabee an Dynamik, fast schon Aufbruchstimmung in den Wahlkampf brachten, ist Clinton wie McCain eher fremd. Sie stehen zwar für Kurskorrekturen, aber nicht für den tiefgreifenden Bruch, den Obama beschwört, allerdings nur sehr vage mit Inhalten füllt. Immerhin, das Wort vom Wechsel ist jetzt die Leitmelodie der US-Politik geworden. Hillary Clinton, die absurderweise unter tatkräftiger Hilfe ihres Mannes vor allem die Frauen auf ihre Seite ziehen konnte, scheint dies verstanden zu haben.

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