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Lausitzer Rundschau: Urteile gegen Terroristen von Madrid Schmerzhafte Lehren

    Cottbus (ots) - Die juristische Aufarbeitung der Terroranschläge vom 11. März 2004 in Madrid brachte schmerzhafte Einsichten. Lehren, welche den 191 Todesopfern zwar nicht mehr helfen können - auch wenn die Terroristen nun ins Gefängnis wandern. Wohl werden diese Erkenntnisse aber zur Verhütung von Anschlägen beitragen. Die tragischste Erkenntnis aus der Untersuchung des Massakers ist zweifellos, dass die Attentate hätten verhindert werden können. Die spanische Polizei hatte Hinweise auf die Bombenleger nicht verfolgt. Antiterror-Spezialisten fehlten, welche die brodelnde Fundamentalistenszene im Auge behielten. Hinzu kam eine sträfliche Unterschätzung des internationalen Terrorismus seitens der damaligen Regierung. Seitdem hat sich in Spanien wie in ganz Europa im Antiterror-Kampf viel geändert. Es vergeht kaum ein Monat, in dem es den Sicherheitsbehörden nicht gelingt, eine Terrorzelle auszuheben. Das wird in der spanischen Öffentlichkeit beruhigend empfunden, auch wenn die Rechte der Ermittler zuweilen mit den Freiheitsrechten der Bürger kollidieren.

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