RheinEnergie AG

Erweiterte Kooperationen für eine Zukunft mit sicherer Versorgung

Köln (ots) - Die RheinEnergie AG zählt zu den führenden Unternehmen der deutschen Energiewirtschaft. Gut aufgestellt hat sie im Jahr 2008 auf strategischen Schlüsselfeldern aktiv mitgewirkt und ihre Position ausbauen und sichern können.

"Durch Kooperation in der Region konnte sich die RheinEnergie bisher dauerhaft erfolgreich im deutschen Energiemarkt positionieren - und auf Kooperation setzen wir auch für die Zukunft", so Dr. Dieter Steinkamp, der Vorstandsvorsitzende der RheinEnergie, bei der Jahrespressekonferenz. "Wir stehen vor neuen Herausforderungen, die eine enge Zusammenarbeit auf verschiedenen Feldern erfordern - dazu zählen Erzeugung und Beschaffung, Verteilung und Vertrieb."

Ausbau Erzeugungspark

Eine der größten Herausforderungen der Branche besteht im Umbau des Erzeugungsparks. Um die Klimaschutzziele einzuhalten, müssen die fossilen Brennstoffe für die konventionelle Stromerzeugung nach und nach durch erneuerbare Energie ersetzt werden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei verstärkt Biomasse und Windkraft. Die RheinEnergie plant, sich im größeren Rahmen an Onshore-Windkraftanlagen zu beteiligen. Außerdem sieht sie vor, sich gemeinsam mit Partnern an der dritten Ausbaustufe des größten solarthermischen Kraftwerks Europas zu beteiligen.

"Ein verantwortungsvoller Umbau des Erzeugungsparks lässt sich in den nächsten Jahren nicht ohne konventionelle Anlagen gestalten", so Dr. Dieter Steinkamp. "Mindestens eine Kraftwerksgeneration mit Einsatz von fossilen Brennstoffen benötigen wir, um unseren Nutzenergiebedarf zu sichern." Die RheinEnergie verfolgt derzeit verschiedene Optionen, sich an Steinkohleanlagen zu beteiligen, gegebenenfalls durch Scheibentausch. Die Planungen für ein Steinkohlekraftwerk am Standort Niehl hat die RheinEnergie auf Erdgas umgestellt und das Vorhaben genehmigungsreif entwickelt.

Regionale und überregionale Zusammenarbeit

Im letzten Quartal 2008 nahm die RheinEnergie Trading ihr Geschäft auf. Sie bündelt die Strom- und Gasbeschaffung in der Gruppe und erzielt für jeden der beteiligten Partner Vorteile im Großhandelsmarkt. Für den Ausbau der unternehmerischen Zusammenarbeit in der Region beteiligt sich die RheinEnergie an verschiedenen Bieterverfahren oder regt die Gründung eines neuen Multi-Utility-Versorgers mit Keimzelle GVG Rhein-Erft für den Rhein-Erft-Kreis an.

Ausbau der Zusammenarbeit mit der MVV Energie

Große Chancen bringt die verstärkte Zusammenarbeit mit der MVV Energie, Mannheim, mit sich, an der die RheinEnergie seit 2007 beteiligt ist. Konkrete Kooperationsfelder gibt es bereits beim bundesweiten Vertrieb von Ökostrom über die gemeinsame Gesellschaft Secura Energie und auch im Energiehandel: Beide Tradingfloors werden derzeit auf ein gemeinsames IT-Risikomanagementsystem umgestellt. Weitere Potenziale liegen in der Erzeugung, im Handel oder im Vertrieb.

Netzregulierung und Wettbewerb

Aus dem stärker werdenden Wettbewerb ergeben sich steigende Risiken für die Branche. Unter anderem gilt es, Unwägbarkeiten aus der Netzregulierung aufzufangen. Ein Beispiel dafür war die Mehrerlösabschöpfung vom vergangenen Jahr.

Markt und Preise

Die Preise für die Wärmeversorgung, allen voran Erdgas, haben sich im letzten Halbjahr deutlich entspannt. Nachdem die Erdgaspreise aufgrund der Ölpreisbindung insbesondere 2008 steil nach oben gegangen sind, sind sie im Laufe des ersten Halbjahres 2009 ebenso stark gefallen. Zum 1. Juli senkt die RheinEnergie die Preise zum dritten Mal in Folge ab. Sie werden dann seit Oktober um 30 Prozent gesunken sein und wieder auf dem Niveau von 2005 liegen.

Die Strompreise sind im laufenden Jahr im Wiederverkaufsmarkt stark gestiegen, während sich an den Großhandelsbörsen im Vergleich zum Vorjahr inzwischen deutlich niedrigere Preise eingestellt haben. "Alle Vollversorger haben sich vorsorglich und teils mit langem Vorlauf an den Börsen eingedeckt", erläuterte Dr. Dieter Steinkamp. "Wir beziehen und liefern jetzt den Strom, den wir teilweise vor mehr als einem Jahr eingekauft haben. Da aufgrund der Wirtschaftskrise in Industrie und Gewerbe der Strombedarf rückläufig ist, haben die überschüssigen Mengen an den Börsen für fallende Prei-se gesorgt. Da steht unsere Einkaufspolitik mitunter auch unter dem Primat der Versorgungssicherheit."

Die RheinEnergie musste zum 1. April ihre Strompreise für Privat- und Gewerbekunden um etwa 10 Prozent anheben. Parallel hat sie ihren Kunden ein Festpreisprodukt bis Ende 2011 angeboten. Diese faire Sicherheitsvariante haben viele Kunden für sich genutzt. Aufgrund der aktuell günstigen Beschaffungsmöglichkeiten an den Terminmärkten für 2011 und 2012 bringt die RheinEnergie jetzt ein weiteres, sehr günstiges Festpreisprodukt für private Endkunden.

Technische Innovationen

Smart Metering

Neue Möglichkeiten, Energie möglichst effizient einzusetzen, erhält der Kunde mit der neuen digitalen Zählertechnik, die im Zuge der Liberalisierung des Zähler- und Messwesens in die Branche derzeit Einzug hält. Noch befinden sich sämtliche Anbieter in einer Pilotphase, da die Hersteller die Geräte noch zur Serienreife bringen müssen.

Die RheinEnergie entwickelt zurzeit ein spartenübergreifendes technisches System, mit dem sich zugleich die Verbrauchsdaten von Strom, Gas, Wasser und Wärme erfassen, verarbeiten und übertragen lassen. Mit nur einem System sollen die Kunden alle Versorgungsmedien in Wohnung oder Haus bedienen können. Die Marktvorbereitung läuft in drei Teststaffeln mit zunehmend größeren Kundenzahlen, bei denen die Fachleute das Zusammenspiel der technischen Komponenten prüfen und optimieren.

Elektromobilität

Die RheinEnergie beteiligt sich an einem Modellvorhaben, das vom Bundesverkehrsministerium gefördert wird. Für die "Modellregion Rhein-Ruhr" wird sie sich in Köln gemeinsam mit der Stadt, Ford und der Universität Duisburg-Essen um das Thema "Elektromobilität und elektrische Fahrzeugantriebe" kümmern. Dieses Thema gewinnt vor dem Hintergrund des Klimaschutzes immer mehr an Bedeutung.

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