RheinEnergie AG

Jahrespressekonferenz der RheinEnergie AG Köln: Kooperation auf allen Ebenen erfolgreich

Köln (ots) - Die RheinEnergie AG hat im Jahr 2007 ihre Position als eines der führenden Unternehmen in der deutschen Energiewirtschaft ausbauen und sichern können. Sie verstärkte sich bundesweit über eine Beteiligung an der MVV Energie AG in Mannheim, und sie hat ihre regionale Kooperation durch den Anteilserwerb an der rhenag ausgebaut. Dazu kam eine intensivere Zusammenarbeit innerhalb der RheinEnergie-Gruppe.

"Wir blicken auf ein lebhaftes und ein erfolgreiches Jahr 2007 zurück", sagte Dr. Rolf Martin Schmitz, der Vorstandsvorsitzende der RheinEnergie, bei der Jahrespressekonferenz. "Durch Finanzinvestitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro haben wir uns substantiell gestärkt und können unsere Rolle als regional engagiertes und kommunal verankertes Unternehmen noch besser wahrnehmen."

Bei den anstehenden Strukturveränderungen in der deutschen Energiewirtschaft wolle die RheinEnergie zu den Konsolidierern gehören, nicht zu den Konsolidierten. Gleichzeitig werde man aktiv die sich bietenden Chancen nutzen, stellte Schmitz heraus: "Kern unseres Handelns ist die Region. Aber wir werden längerfristig unseren Erfolg auch dadurch sichern, dass wir mit bestimmten Aktivitäten über die Region hinaus gehen."

Die wichtigsten Themen des Jahres im Überblick:

Beteiligungspolitik

Beteiligung an der MVV Energie

Seit Oktober 2007 ist die RheinEnergie mit 16,1 Prozent an der MVV Energie AG, Mannheim, beteiligt. Dieses Engagement trägt zur Werterhaltung der RheinEnergie bei und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen. Dabei spielt neben Energiebeschaffung/-bezug die Erzeugung eine Schlüsselrolle bei gemeinsamen Projekten. Denkbar wäre ein Austausch von Leistungsanteilen an Kraftwerken (Kraftwerksscheiben). Auch auf dem Sektor Vertrieb bringt die enge Zusammenarbeit von RheinEnergie und MVV Vorteile - so etwa beim gemeinsamen bundesweiten Vertrieb des Ökostromangebots Sekura Ökostrom.

Beteiligung an der rhenag

Anfang 2007 erwarb die RheinEnergie einen Anteil von 25,1 Prozent an der Rheinischen Energie AG (rhenag). Zwischenzeitlich konnte sie ihn um 8,23 Prozent auf 33,33 Prozent aufstocken.

Beteiligung Bonn/Rhein-Sieg-Kreis/Troisdorf/Neuwied

Die RheinEnergie plant, die vom Bonn/Rhein-Sieg-Kreis sowie von der Stadt Troisdorf gehaltenen Anteile an der EnW Bonn GmbH zu übernehmen. Damit würde die RheinEnergie ihre Beteiligung an den Stadtwerken Bonn Energie & Wasser von heute 13,7 auf 49,9 Prozent aufstocken. Auch eine Dreier-Kooperation Neuwied-Bonn-Köln ist vereinbart und liegt den drei städtischen Gremien zur Diskussion und Beschlussfassung vor.

Versorgungssicherheit/Netzregulierung

"Im Hinblick auf Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung spielt die eigene Infrastruktur künftig eine noch bedeutendere Rolle", so Rolf Martin Schmitz. "Bis die erneuerbaren Energieträger unseren Energiebedarf wirklich decken können, brauchen wir noch mindestens eine Generation konventioneller Kraftwerke, sonst sind Erzeugungsengpässe mittelfristig programmiert. Daher halten wir auch an unseren Kraftwerksplänen fest. Eine starke Eigenerzeugung halten wir für unverzichtbar für unser Unternehmen, unsere Kunden und nicht zuletzt für diese Stadt."

Ähnliches gilt für den Sektor Erdgas. Dort kommt künftig insbesondere Erdgasspeichern eine Schlüsselrolle zu, etwa zum Puffern von Lastspitzen. Deswegen hat sich die RheinEnergie mit 49 Prozent an einem Gasspeicherprojekt der niederländischen Essent in Epe beteiligt. Die Investition insgesamt beträgt 200 Millionen Euro. Der Gasnetzzugang zu diesem Speicher ist jedoch noch nicht abschließend geklärt. Die Bundesnetzagentur ist in dieses Verfahren eingeschaltet. "Wir hoffen darauf, dass der Zugang zum Speicher diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt wird und das Projekt nicht zugunsten bestehender Speicherbetreiber scheitert oder sich unnötig verzögert", sagte Schmitz.

Um eine sichere und störungsfreie Versorgung aufrecht zu erhalten, sind Investitionen in die Energienetze unerlässlich. Schmitz: "Die Regulierung via Anreiz wird wegen des drastischen Absenkens der Netzentgelte zu einem kostenrestriktiven Netzmanagement führen. Deutschland hat den höchsten Netzstandard Europas, da kann es nur schlechter werden. Stadtwerke wie wir wollen die eigenen Verteilnetze pflegen. Das betrachten wir als Teil der Daseinsvorsorge für unsere Kommunen und der hier lebenden Menschen. Aber dann muss man uns auch die Mittel für notwendige Investitionen lassen."

Energiebeschaffung

Die Bündelung von Nachfrage und ein aktiver Energiehandel spielen eine entscheidende Rolle, will man steigenden Strom- und Gaspreisen künftig besser entgegenwirken. Die neu gegründete hundertprozentige Tochtergesellschaft RheinEnergie Trading GmbH fasst daher in Zukunft die Strom- und Gasbeschaffung der RheinEnergie und ihrer Beteiligungen in der Region zusammen. Dieses gebündelte Volumen kann sich positiv auf die Preise auswirken und Vorteile für die Region sichern.

Markt und Preise

Die Preise für Öl und Kohle, und damit auch für Gas und Strom, entwickeln sich bereits seit Jahren tendenziell nach oben. Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit, bei den Schwellenländen, und wegen der verstärkten Klimaschutzanstrengungen der Industrieländer ist eine Fortsetzung dieses Trends mehr als wahrscheinlich. Die Preise der RheinEnergie sind im Vergleich günstig. Die Erdgaspreise blieben mehr als neun Monate stabil - über das gesamte Winterhalbjahr bis zum Sommer. Die RheinEnergie bewegte sich mit ihren Gaspreisen bundesweit im unteren Fünftel. Nun ist eine Anpassung wegen der gestiegenen Beschaffungskosten unvermeidlich.

Mit ihrem Strompreis ist die RheinEnergie in einigen Verbrauchsfällen (positiver) Preisführer in Köln. Zum Sommer 2008 senkt sie die Preise für den Tarif FairRegio. Für die Preise der Grundversorgung hat sie eine Preisgarantie bis März 2009 auf 15 Monate verlängert. "Kommunikation ist an der Preis- und Kundenfront sehr wichtig, denn vielfach zählt der 'gefühlte' Preis, nicht der reale", betonte Schmitz. "Natür-lich bringt ein erhöhter Wettbewerbsdruck auch bei uns Kundenwechsel mit sich, das ist politisch gewollt - insgesamt freuen wir uns aber über eine hohe Kundenloyalität in Köln."

Energiesparen

Nicht der Lieferantenwechsel, sondern nur Energiesparen bietet das Potential, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig senkt Energiesparen die Kosten. Um diesen Weg konsequent weiter zu verfolgen, sind Branche und Politik gefordert. Die Politik muss Förderinstrumente zur wirksamen Energieeinsparung schaffen. Die Branche wiederum müsse ihre Anstrengungen für mehr Energieeffizienz beim Kunden verstärken. "Dafür brauchen wir aber Anreize und Mechanismen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten", forderte Schmitz. Es könne nicht sein, dass die Lasten einseitig bei den Grundversorgern lägen.

Die RheinEnergie hat ihre Energieberatung einschließlich Förderprogrammen deutlich ausgebaut und unterstützt damit ihre Kunden bei Sparen und Klimaschutz. Unter anderem bietet sie in Scheckheften gebündelt Leistungen etwa für Privathaushalte an.

Klimaschutz

Im Herbst 2007 startete die RheinEnergie mit ihrem Programm "Energie & Klima 2020". Für dieses Engagement verzichtet sie auf insgesamt 25 Millionen Euro Gewinn und schafft dadurch Anreize für weitere Investitionen bis zu 100 Millionen Euro. Ziel ist es, mit Energie & Klima 2020 nach fünf Jahren dauerhaft 150.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen. Das Programm basiert auf drei Säulen: dem Ausbau des bestehenden Fernwärmenetzes, der Förderung erneuerbarer Energie und der Steigerung der Energieeffizienz beim Kunden. "Energie & Klima 2020" ist auch das Sonderthema im Geschäftsbericht 2008, der ab sofort im Internet unter www.rheinenergie.com zum Download bereitsteht.

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