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Maria Furtwängler im exklusiven TELE 5-Interview: "Ich bin durchaus schüchtern"

Maria Furtwängler im exklusiven TELE 5-Interview:
"Ich bin durchaus schüchtern"
Maria Furtwängler liest Böse Nacht Geschichten - "Mrs. Shakespeare" von Tanja Kinkel. Fotograf: Gert Krautbauer. Abdruck honorarfrei bei redaktioneller Nennung von TELE 5.

München (ots) - Böse Nacht Geschichten auf TELE 5:

Sonntagnacht, 25.04, 00.35 Uhr mit Maria Furtwängler

Tele 5: 'Mrs. Shakespeare' von Tanja Kinkel stellt eine mörderische und sehr seltsame Frau vor. Wie gefällt Ihnen Ihre Böse Nacht Geschichte?

Maria Furtwängler: Sehr, allerdings hat sie mich erst beim zweiten Lesen so richtig angesprochen, als ich nämlich gemerkt habe, wie klug und witzig die Autorin Shakespeares Stücke einbezieht. Meine Mutter hat mal ein ganzes Theaterstück allein aus Shakespeare-Szenen zusammengestellt.

Mögen Sie schrägen Humor?

Je älter ich werde, desto mehr liebe ich schräge oder auch makabre Witze. Und ich behaupte jetzt einfach mal, ich kann auch besser über mich selber lachen als früher. Jüdischen Humor finde ich großartig. Zum Beispiel Larry Davids ,Curb Your Enthousiasm'. Das habe ich kürzlich auf DVD gesehen und mich weggeschmissen.

Als Sie im Januar den Karl-Valentin-Preis bekamen, hat Bürgermeister Ude behauptet, Sie wären ja nicht gerade für Ihren Humor bekannt. In Ihrer Dankesrede haben Sie dann sehr humorvoll gekontert.

Solche Reden stelle ich immer im letzten Moment am Tisch hektisch in Stichworten zusammen. Früher war ich dann immer sehr nervös, aber ich habe mich daran gewöhnt. Mein Mann liebt große Runden und da werden natürlich oft Tischreden gehalten - ohne jetzt behaupten zu wollen, dass es bei uns die ganze Zeit zugeht wie in Platons "Gastmahl". Und eigentlich bin ich sogar durchaus schüchtern. Ich will auch gar nicht unbedingt lustig sein.

Beim deutschen Fernsehpreis haben Sie gesagt "Ich hatte mich so irrsinnig darauf konzentriert, was für ein Gesicht ich mache, wenn ich ihn nicht kriege, dass ich jetzt gar nicht mehr weiß, was ich sagen wollte". Das war schon ziemlich witzig.

Ich habe großen Spaß an kleinen, ironischen Spitzen. Die können gerne auch gegen mich selbst gerichtet sein.

Sie sind ziemlich ehrgeizig, oder?

Absolut. Das fängt schon damit an, dass ich beim Tischtennisspielen immer gewinnen will. Grässlich, oder? Aber wissen Sie, was ich herausgefunden habe? Es gibt nichts Schöneres als loszulassen. Und im Grunde bin ich ein totaler Familienmensch. Meine Kinder sind das Beste, was mir je passiert ist.

Vermissen Sie manchmal Ihre Tätigkeit als Ärztin?

Ich bin froh, dass ich nicht mehr täglich die Ärztefachblätter lesen muss, weil ich leider ein ziemlicher Hypochonder bin. Aber es passiert immer wieder, dass mich Freunde nachts anrufen, weil ihr Kleinkind Fieber hat. Und da hilft man natürlich gerne. (lacht)

Interview: Thomas Pany für TELE 5

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