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Filmlegende Robert Duvall: "Es gibt zu viele Männer mit schrecklichen Toupets!" // 'Wer die Nachtigall stört' am Sonntag, 13.09., um 09.05 Uhr auf Tele 5

Arthur 'Boo' Radley (Robert Duvall) rettet Atticus Finch Sohn Jem vor einem Angreifer und bringt ihn nach Hause. Abdruck honorarfrei bei Sendehinweis auf Tele 5 bis 2 Tage nach Ausstrahlung. Verwendung nur mit Copyrightvermerk.

    München (ots) -

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    Der 78-jährige Oscar-Preisträger im Tele 5-Interview über seine Liebe zum Western, den Geiz von Tom Cruise und sein größtes Idol.

    Tele 5: Mit 'Wer die Nachtigall stört' fing vor 47 Jahren alles an. Es war Ihre erste Filmrolle. Wie fühlt sich das an, so lange dabei zu sein?

    Robert Duvall: Schon ein merkwürdiges Gefühl. Ich sehe mir die meisten meiner Filme sogar noch sehr gern an. Bestimmt habe ich die meisten ein- oder zweimal gesehen, und wenn ich auch noch als Regisseur daran beteiligt bin, dann natürlich unzählige Male. Wenn ich mir eine Lieblingsrolle aussuchen müsste, wäre es der Texas-Ranger Gus McCrae aus der Fernsehserie 'Der Ruf des Adlers'. Liegt einfach daran, dass ich Western mag. Die Engländer haben Shakespeare, die Franzosen haben Molière und wir Amerikaner haben Western.

    Leider ist die Zeit der großen Westernfilme vorbei...

    Überhaupt nicht, sie sind beliebt wie eh und je. Der Western wird nie sterben.

    In einigen Ihrer letzten Filme wurde Ihnen oft ein Toupet verpasst. Passiert das aufgrund Ihrer Eitelkeit?

    Ich bin stolz auf meine Glatze und trage nur Toupet, wenn es die Figur verlangt. Meine Toupets werden bei einem berühmten italienischen Perückenmacher hergestellt, der für den Film 'Troja' über 1000 Toupets herstellen musste. Er ist der Beste, und wenn ich auf der Straße Männer sehe, die ganz schreckliche Toupets tragen, würde ich am liebsten auf sie zugehen und ihnen raten, ein paar Dollar mehr auszugeben und zu Rogetti gehen.

    Wie hat sich das Filmgeschäft Ihrer Ansicht nach in den letzten 40 Jahren verändert?

    Es wird immer schwieriger, Geld für kleinere Projekte zu bekommen. Alles wird in superteure Blockbuster investiert, selbst wenn abzusehen ist, dass sie ihr Budget sowieso nicht einspielen können. Ich blicke das nicht mehr, und ich glaube als Schauspieler muss man seine eigene Filmgesellschaft gründen, um die Projekte realisieren zu können, die einem am Herzen liegen. So wie Tom Cruise, der auf diese Art 'Operation: Walküre' vollenden konnte. Ich hatte mich um eine Rolle in diesem Film beworben, aber mir wurde gesagt, es gibt keine Gage, es ist ein Low-Budget-Film. Tom Cruise, der 25 Millionen Dollar pro Film kassiert und dann ein Studio gründet, aber sagt, er könne nichts bezahlen. Er ist ein netter Typ, aber so ganz kapiere ich das nicht.

    Wie lebt es sich als Filmstar, wenn man weniger als 25 Mio. Dollar pro Film bekommt?

    Ich lebe ganz bescheiden. Der einzige Luxus, den ich mir gönne, sind ein paar Pferde, die aber im Unterhalt gar nicht so viel kosten. Meine Frau ist damit beschäftigt, unser Haus in Virginia in Schuss zu halten. Unser Geld geht drauf, weil wir gern außerhalb Essen gehen und dafür auch Autos brauchen.

    Sie haben mit Leinwandgrößen wie Steve McQueen oder John Wayne gearbeitet. Wer hat den größten Eindruck auf Sie gemacht?

    Marlon Brando. Er war schon ein merkwürdiger Kerl, aber er besaß ein wahnsinniges schauspielerisches Talent. Ich erinnere mich noch an 'Der Pate', wo er sich während des Drehs einen Kaffee bestellte und man das Gefühl hatte, er wäre immer noch in seiner Rolle. Es machte keinen Unterschied, ob die Kamera an oder aus war, er war in seinem Fluss und hörte gar nicht auf, zu schauspielern.

    Interview: Markus Tschiedert für Tele 5

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