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"Vielleicht habe ich tatsächlich meinen Verstand verloren" Nicolas Cage im Tele 5-Interview über Ehrlichkeit, große Dramen, wahre Helden und das Verrücktsein.

Corellis Mandoline: Obwohl Pelagia (Penélope Cruz) eigentlich mit dem einheimischen Fischer Mandras verlobt ist, verliebt sie sich in den auf der Insel stationierten italienischen Captain Corelli (Nicholas Cage). "Corellis Mandoline", 01.08.2008, 20.15 Uhr. Abdruck honorarfrei bei Sendehinweis auf Tele 5 bis 2 Tage nach Ausstrahlung. ...

    München (ots) -

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    Tele 5 zeigt am Freitag, 01. August um 20.15 Uhr die Kriegsromanze 'Corellis Mandoline' mit Penelope Cruz und Nicolas Cage

    Tele 5: Mr. Cage, Sie haben offensichtlich einen Hang zu ambivalenten, gebrochenen Charakteren...

    Nicolas Cage: Nun, ich interessiere mich nicht für Perfektion - die Condition Humaine ist anders. Ich mag es, die Maske herunterzureißen, die wir alle immerzu tragen: Andauernd lächelnd, gutgelaunt und so weiter. Ich möchte die Abgründe des Lebens zeigen, und wie man diese überwinden kann. Ich weiß auch nicht, warum es mich immer zu Charakteren hinzieht, die größte Schwierigkeiten zu überwinden suchen, die mit sich selber ringen. Ich schätze große Dramen. Hier kann man bestimmte Aspekte des eigenen Lebens tiefer erforschen, die eigene Person ausloten.

    Eine Botschaft, die perfekt in Kriegszeiten zu passen scheint...

    Ich hasse Krieg. Krieg ist die Hölle und soll nicht passieren. Wenn Kriegsfilme einen Sinn haben, dann den, davor zu warnen, dass Eltern ihre Kinder in den Krieg schicken.

    Immer wieder spielen Sie Helden. Was macht einen Helden aus?

    Wer tapfer genug ist, um sich aufs Schlachtfeld zu wagen, ist eine Art Held. Wer den Mut hat, sich zu verändern, wird zu einer anderen Art Held. Ein Held ist einer, der wenn das Schicksal gegen ihn - oder sie - ist, eine Form von spiritueller Macht, von emotionaler Stärke findet, um dies zu überwinden. Und zwar in selbstloser Weise. Ich selbst bin aber kein Held. Ich bin unsportlich, ich bin der Typ, der in der Schule immer als letzter ins Team gewählt wurde, weil er den Ball immer auf die falsche Seite des Spielfelds gebolzt hat.

    Wollten Sie eigentlich immer Schauspieler werden?

    Seit meiner Kindheit. Ich wusste es. Ich hatte auch Zweifel, klar, als Junge hat man seine düsteren Phasen.

    Wie würden Sie Ihren Stil als Schauspieler beschreiben? Sie scheinen eigentlich zwei parallele Karrieren gemacht zu haben: Große Blockbusterproduktionen und parallel unabhängige Arthouse-Filme...

    Es geht um Ehrlichkeit. Ich mag beides. Ein Unterhaltungsfilm ist für mich nicht weniger wert als ein Kunstfilm. Ich finde, in unseren Zeiten ist nichts Schlechtes daran, etwas zu machen, wo die Leute hingehen, und sich entspannen können. Ich habe einen ganz simplen Anspruch: Filme sollen Menschen glücklich machen.

    Sie werden gern für exzentrisch gehalten. Stimmt das?

    "Exzentrisch" heißt ja meistens verrückt, oder? Als Schauspieler übertritt man natürlich häufig Grenzen. Jeder Künstler ist auf der Suche nach Inspiration, um die Arbeit für sich selbst und das Publikum spannend zu machen. Ich verstehe, dass das bei Außenstehenden manchmal den Eindruck von Verrücktheit macht. Vielleicht habe ich tatsächlich meinen Verstand verloren. Aber eigentlich ist es mir egal, mit welchem Attribut man mich versieht. "Exzentrisch" ist schon in Ordnung.

    Interview: Rüdiger Suchsland

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