BVR Bundesverband der dt. Volksbanken und Raiffeisenbanken: BVR-Umfrage offenbart Wissenslücken bei Thema Altersvorsorge (mit Bild) / Mehr als die Hälfte der Bürger weiß nicht, wie hoch die Einkünfte im Alter sein werden

BVR-Umfrage offenbart Wissenslücken bei Thema Altersvorsorge (mit Bild)
Mehr als die Hälfte der Bürger weiß nicht, wie hoch die Einkünfte im Alter sein werden

   

Berlin (ots) - Wer im Alter seinen gewohnten Lebensstandard halten will, muss privat vorsorgen. Diese Erkenntnis hat sich mittlerweile in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung durchgesetzt. Doch ob die eigenen Sparanstrengungen für ein sorgenfreies Leben im Alter ausreichen, wissen die wenigsten. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Der Großteil (73 Prozent) der Deutschen sorgt privat fürs Alter vor. Der Prozentsatz steigt weiter, je höher das Haushaltsnettoeinkommen der Befragten ist. Dabei ergab die Umfrage des BVR leichte Unterschiede zwischen Ost und West: Während 74 Prozent der Westdeutschen private Altersvorsorge betreiben, sind es im Osten nur 69 Prozent. In den neuen Bundesländern ist auch die Zahl derjenigen, die angaben, keine Altersvorsorge zu betreiben, mit 23 Prozent deutlich höher als im Westen mit 18 Prozent. Acht Prozent der Befragten planen in nächster Zeit in Sachen Altersvorsorge aktiv zu werden.

Kenntnis über spätere Einkünfte im Alter unzureichend

Auch wenn sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, wie wichtig eine zusätzliche private Altersvorsorge ist: Das Wissen, wie hoch die späteren Einkünfte im Alter sein werden, ist bei über der Hälfte der Befragten gering. 54 Prozent gaben an, dies weniger gut beziehungsweise überhaupt nicht einschätzen zu können. Der Bildungsgrad spielt hierbei keine Rolle: Bei den Umfrageteilnehmern mit Abitur oder Hochschulabschluss wissen 51 Prozent nicht, wie hoch die Alterseinkünfte sein werden, bei Ungelernten sind es 55 Prozent. Im Osten der Republik ist der Anteil mit 70 Prozent noch deutlich höher als im Westen mit 50 Prozent.

Uwe Fröhlich, Präsident des BVR, sagt dazu: "Es ist schon erstaunlich, dass so viele Menschen offensichtlich nicht wissen, ob ihre privaten Vorsorgemaßnahmen im Alter ausreichen werden. Vorsorgelücken kann aber nur derjenige beheben, der volle Transparenz über seine zu erwartenden Einkünfte im Alter hat."

Aus diesem Grund haben die Volksbanken und Raiffeisenbanken zusammen mit ihren Verbundunternehmen Bausparkasse Schwäbisch Hall, R+V Versicherung, Union Investment und DZ BANK den "VR-VorsorgeStatus" entwickelt. Mit diesem im deutschen Bankenmarkt einmaligen Service sieht der Kunde auf einem Blick, welche Vorsorgeverträge er hat, wie hoch die voraussichtlichen Alterseinkünfte inklusive gesetzliche Rente sind und ob gegebenenfalls Vorsorgelücken bestehen. Die Daten werden zudem regelmäßig aktualisiert.

Immobilien gelten als beste Altersabsicherung

Bei der Frage nach der geeignetsten Anlageform zur Altersvorsorge steht bei den Befragten die Immobilie an erster Stelle: Ob selbstgenutzt oder vermietet, 49 Prozent sehen hierin die geeignetste Anlageform. Dabei ist der Traum vom eigenen Heim mit 37 Prozent deutlich ausgeprägter als die vermietete Immobilie zur Altersvorsorge (12 Prozent). Mehr als ein Viertel (26 Prozent) setzten bei diesem Thema auf eine private Renten- beziehungsweise Lebensversicherung. Gold und anderen Edelmetallen vertrauen acht Prozent, festverzinslichen Anlagen sieben Prozent. Aktien oder Aktienfonds halten mit sechs Prozent die wenigsten der Befragten für eine geeignete Anlageform.

Zur Umfrage

Das Marktforschungsinstitut TNS Emnid hat im Auftrag des BVR 747 Deutsche im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Die Erhebung fand am 5. und 6. Oktober 2009 statt.

Eine druckfähige Grafik als Download ist unter www.bvr.de , Presse, Bilddatenbank erhältlich.

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