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Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum CDU-Wahlprogramm

Stuttgart (ots) - Man kann verstehen, dass diese fehlende Verbindlichkeit Merkels Gegner provoziert, weil sie kein Ziel bietet. Aber die Vermutung geht fehl, dass dem eine wahlweise perfide oder besonders geschickte Taktik zugrunde läge. Es ist das Selbstverständnis einer konservativen Partei, dass kluge Politik darin besteht, die Dinge am Laufen zu halten, Fehlentwicklungen zu korrigieren, Krisen zu bewältigen - aber den politischen Prozess nicht mit Visionen und Projekten zu überfrachten. Politik als Krisenbewältigung - das verträgt sich nicht gut mit einem Arsenal kleinteiliger Programmpunkte, denn krisenhafte Störungen des Betriebs sind nicht voraussehbar. Politik, sagen die Bürgerlichen, ist eben nur zu einem kleinen Teil planbar. Diese Nüchternheit ist nicht sehr weit weg von Beliebigkeit.

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