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Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Volkswagen

Stuttgart (ots) - Schlimmer konnte es kaum kommen: ausgerechnet in den USA, wo Volkswagen längst den Anschluss verloren hat, macht der Konzern durch Machenschaften von sich reden, die bisher unvorstellbar waren. Über Jahre hinweg wurden Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipuliert und damit nicht nur die Behörden getäuscht, sondern auch diejenigen, auf deren Vertrauen jedes Unternehmen aufgebaut ist: die Kunden. Doch Milliarden-Strafen und die zu erwartenden Schadenersatzforderungen getäuschter Aktionäre sind nicht der größte Schaden, der durch den Diesel-Skandal entstanden ist. Viel gravierender ist der Verlust von Glaubwürdigkeit, der wohl nicht auf VW begrenzt sein wird. Denn seit Jahren versuchen deutsche Hersteller, den USA die Vorzüge der Diesel-Technologie schmackhaft zu machen - mit ersten zaghaften Erfolgen. Bei allem Wettbewerb haben die deutschen Autohersteller doch eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass deutsche Technologie hochwertig bleibt und im Ausland auch so wahrgenommen wird. VW schädigt nicht nur sich selbst, sondern die deutsche Wirtschaft insgesamt. Die unglaublichen Vorgänge sind ein klares Signal dafür, dass es so nicht weitergehen kann.

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