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Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zur Sachsen-Wahl

Stuttgart (ots) - Es besteht kein Grund, das sächsische Landtagswahlergebnis bundespolitisch zu überhöhen - jedenfalls nicht für die siegreiche Union. Dem Freistaat geht es gut, die Finanzen sind in Ordnung, die Arbeitslosigkeit schrumpft. Vielleicht gibt es nirgendwo in Deutschland eine vergleichbar geringe Wechselstimmung. Da hat die SPD schon mehr zu bereden. Das wieder einmal sehr mäßige Ergebnis bestätigt erneut eine Erkenntnis, die so ganz allmählich auch der Parteiführung dämmert: Die SPD hat die Wähler, die sie hat. Neue kommen nicht mehr hinzu. Die AfD profitiert von einem Wählerreservoir der Unzufriedenen, das in Sachsen immer bereit ist, neue Formen des Protestes auszuprobieren. Dass hier ein bürgerliches Stimmenpotenzial heranwächst, das fähig wäre, sozusagen in der Nachfolge der FDP stabil und konstruktiv an der Seite der Union zu arbeiten - daran glaubt hoffentlich in der Union niemand.

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