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Fußball-WM 2014: Ein Totalausfall kostet 650 Millionen Dollar

Fußball-WM in Brasilien: Ein Totalausfall kostet 650 Millionen Dollar. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/39279 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V."
Sicherheit für die WM

Berlin (ots) - "Tod und Spiele" - mit diesem reißerischen Titel stimmt das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL auf die Fußball-WM in Brasilien ein, die in einem Monat startet. Dabei wird Sicherheit an der Copacabana groß geschrieben: Zumindest die Organisatoren, allen voran die FIFA, die Mannschaften und die Spieler sind finanziell bestens geschützt.

10,5 Milliarden Euro für ein Turnier

Was für die Fans Unterhaltung pur ist, ist für die Veranstalter eine knallharte wirtschaftliche Unternehmung - mit den entsprechenden Risiken. Brasilien hat insgesamt umgerechnet rund 10,5 Euro Milliarden in die WM investiert: Für den Um- beziehungsweise Neubau der zwölf Stadien, der Flughäfen, der innerstädtischen Infrastruktur, der Telekommunikation, für Hotels und den Sicherheitsbereich.

Allein die Stadionbauten haben mindestens 2,53 Milliarden Euro verschlungen. Mehr als die Hälfte der Kosten trug das Land, die restlichen Aufwendungen teilten sich die WM-Städte und private Investoren. Natürlich haben sich öffentliche und private Investoren geschützt - ohne umfassende Bau-, Haftpflicht- und andere Versicherungen wäre wohl keines der Projekte zustande gekommen.

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Versicherungsbedarf von rund 5 Milliarden Euro

Ein sportliches Großereignis wie eine WM würde heutzutage ohne Versicherungen nicht mehr stattfinden können: Für Brasilien liegen zwar noch keine Zahlen vor, doch ein Blick auf die WM in WM 2010 in Südafrika verdeutlicht die Größenordnung: Damals hatten beispielsweise rund 130 Fernsehsender schätzungsweise rund 3 Milliarden Dollar für die Übertragungsrechte gezahlt. Der Wegfall der werbeträchtigen Fernsehübertragungen stellt das größte Risiko für den Veranstalter dar.

Um mögliche Verluste beispielsweise durch Stromausfall, Satelliten- oder Übertragungsfehler bezahlen zu können, werden solche Risiken versichert. Auch Sponsoren, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften oder Fanartikelhersteller wollen sich gegen das Risiko versichern, dass die WM ausfällt. Für die WM in Südafrika lag der Versicherungsbedarf damals bei rund 5 Milliarden Euro. So hoch wäre der finanzielle Schaden gewesen, wenn die WM komplett ausgefallen wäre.

Ein Totalausfall kostet 650 Millionen Dollar

Um auch 2014 das Risiko zumindest finanziell in den Griff zu bekommen, hat sich die Fifa für den Fall der Verlegung oder des Totalausfalls der WM versichert. Die Summe ist nicht offiziell, dürfte sich aber im Bereich von 650 Millionen Dollar (rund 470 Millionen Euro) bewegen. Gezahlt wird, wenn Spiele etwa wegen Terroranschlägen, Epidemien oder Naturkatastrophen abgesagt oder verschoben werden müssten.

Bei einer Fußball-WM ist dies glücklicherweise noch nicht passiert. Doch bei der Rugby-WM 2011 in Neuseeland gab es das verheerende Erdbeben in Christchurch. Die Versicherer übernahmen damals die zusätzlichen Kosten, die bei der Durchführung des Wettbewerbs in anderen Städten entstanden ist.

Über uns

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin ist die Dachorganisation der privaten Versicherer in Deutschland. Die rund 470 Mitgliedsunternehmen mit 212.700 Beschäftigten und Auszubildenden bieten durch 460 Millionen Versicherungsverträge umfassenden Risikoschutz und Vorsorge sowohl für die privaten Haushalte wie für Industrie, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen.

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