GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Schlamperei mit der Lkw-Ladung - Über 500 Millionen Mark Schäden pro Jahr - Versicherer fordern mehr Kontrollen, bessere Ausbildung und härtere Strafen

Berlin (ots) - Alltäglicher Wahnsinn auf Deutschlands Straßen: 4 von 10 Lkw haben ihre Ladung so mangelhaft gesichert, dass andere Verkehrsteilnehmer dadurch gefährdet werden. Bei jedem dritten Lkw ist die Ladungssicherung so schlecht, dass immerhin noch das Frachtgut selbst Schaden nehmen kann. Nur bei einem Viertel der Lkw in Deutschland ist die Sicherung der Ladung o.k.. Das ist das ernüchternde Resultat von insgesamt 35 Kontrollen mit 2.170 Lkw, die die Transportversicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in den vergangenen acht Jahren gemeinsamen mit der Polizei durchgeführt haben. Die Schäden durch mangelhafte Ladungssicherung sind enorm: Pro Jahr zahlen die Kfz-Versicherer dafür rund 430 Millionen Mark, die Transportversicherer geschätzte 100 Millionen Mark. In der Regel sind Verlader, Fahrer und die Polizei im Bereich Ladungssicherung nicht ausgebildet. Einfachste physikalische Grundlagen, sind häufig nicht bekannt. Wenn die Polizei aber nicht geschult ist, erfasst sie bei der Unfallaufnahme die Ladungssicherungsmängel auch nicht als Unfallursache. Ohne signifikante Werte in den Unfallstatistiken fehlt jedoch eine wichtige Argumentationsgrundlage, um die Ausbildungssituation grundlegend zu verbessern: Ein Teufelskreis, den die Transportversicherer im GDV mit Weiterbildungsmöglichkeiten für bislang 490 Beamte bei der Polizei durchbrechen. Was kann zur Verbesserung der Situation sonst noch getan werden? Fahrerund Verlader müssen europaweit eine Pflichtausbildung in Ladungssicherung bekommen. RegelmäßigeKontrollen und empfindliche Strafen müssen die Verlader und Fahrer zum Umdenken zwingen. Bei der Unfallaufnahme durch die Polizei muss das Thema "Mangelhafte Sicherung der Ladung" konsequent berücksichtigt werden. Der finanziellen Vorteil, den der Unternehmer durch mangelhafte Ladungssicherung erzielt hat, sollte gezielter abgeschöpft werden. Weitere Informationen unter http://www.gdv.de/presseforum www.gdv.de/presseforum 2001 oder www.tis-gdv.de ots Originaltext: GDV Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Ansprechpartner beim GDV: Klaus Brandenstein: 030 - 2020-5116 Original-Content von: GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., übermittelt durch news aktuell

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