2 Audio-Dateien

Alte Autos bergen große Risiken - Junge Fahrer besonders betroffen (AUDIO)

   | 

Berlin (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Das erste Auto ist schon was Besonderes. Auch wenn die Kiste in der Regel ein paar Jahre auf dem Buckel hat, weil man sich am Anfang mehr nicht leisten kann. Aber Vorsicht: Sehr alte Autos halten bei einem Unfall deutlich weniger aus als die neueren - und genau das macht sie für Fahranfänger zu einem nicht zu unterschätzenden Sicherheitsrisiko. Nach Crashtests mit jüngeren und älteren Autos ist deshalb für den Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV), Siegfried Brockmann, auch eins ganz klar...

O-Ton 1 (Siegfried Brockmann, 0:25 Min.): "Dass alte Autos wesentlich gefährlicher sind als junge. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei der Auswahl ein jüngeres Auto zu bevorzugen, jedenfalls jünger als das Jahr 2000. Denn wir sehen in unseren Statistiken ganz klar, dass vor diesem Baujahr die Konstruktionen noch erheblich schlechter sind als sie danach sind. Die Deformation ist erheblich größer bei einem Unfall - und das heißt ganz einfach im entscheidenden Fall: Überlebensraum ja oder nein?"

Sprecherin:

Das Risiko, sich schwer zu verletzen, ist in einem alten Auto übrigens viermal größer als in einem neuen. Fährt beispielsweise ein 1997 gebauter Kleinwagen in einem Crashtest mit Tempo 60 ungebremst auf ein Hindernis auf, endet das für den Fahrer oft dramatisch. Ein 2004 gebautes Auto dagegen schneidet im gleichen Test viel besser ab.

O-Ton 2 (Siegfried Brockmann, 0:19 Min.): "Die Fahrgastzelle ist unbeschädigt, es wäre hier also überhaupt keine schwere Verletzung aufgetreten. Der Airbag ist aufgegangen, der Gurt hat die Person aufgefangen. Ein eigentlich schwerer Unfall, weil man doch erhebliche Deformationen im vorderen Bereich sieht. Innerhalb des Fahrzeugs aber wäre man mit leichten oder gar keinen Verletzungen davongekommen."

Sprecherin:

Besser also in den ersten fahrbaren Untersatz ein paar Euro mehr investieren, denn...

O-Ton 3 (Siegfried Brockmann, 0:13 Min.): "...es geht in solchen Fragen tatsächlich um Leben und Tod. Ich muss mich wirklich fragen, brauche ich wirklich den neuen Fernseher, brauche ich wirklich eine Fernreise? Oder kann ich in diesem einen Jahr nicht vielleicht darauf verzichten und vielleicht 1000 oder 2000 Euro mehr anlegen, denn um mehr geht es hier gar nicht."

Sprecherin:

Und das sollte einem die eigene Sicherheit schon wert sein. Drei Dinge sind deshalb beim Kauf eines Gebrauchtwagens besonders wichtig.

O-Ton 4 (Siegfried Brockmann, 0:10 Min.): "Die Unfallforschung der Versicherer empfiehlt ganz klar: Auto muss jünger als Baujahr 2000 sein, es sollte ein ESP haben - und es sollte eine frische TÜV Plakette haben."

Abmoderationsvorschlag:

Jessica Martin berichtete. Mehr über dieses Thema erfahren Sie im Internet auf www.udv.de - oder im YouTube-Kanal der Unfallforschung der Versicherer unter www.youtube.com/unfallforschung. Schauen Sie sich da mal das Video des Crashtests mit Anfängerautos aus den Jahren 1997 und 2004 an: Kaum zu glauben, wie unterschiedlich sicher die beiden Wagen sind.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

Klaus Brandenstein
Telefon:(0)30 20 20 58 83
EMail: k.brandenstein@gdv.de

http://udvanfaengerautos.na-smartsite.de/