Versicherungsschäden bei Smartphones - Die tägliche Arbeit eines Sachverständigen

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Die tägliche Arbeit eines Sachverständigen
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Berlin (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Smartphones werden immer beliebter. Jeder dritte Deutsche hat bereits eins. Allein in diesem Jahr werden laut Branchenverband BITKOM rund 23 Millionen dieser multimedialen Alleskönner über die Ladentische gehen. Und wenn man so ein super teures Gerät fallen lässt oder einen Kaffee drüberschüttet, meldet man das einfach der Versicherung. Die schaltet dann in der Regel einen unabhängigen Sachverständigen ein, der den Schaden begutachtet. Jessica Martin berichtet.

Sprecherin:

Bei Alexander Nathem von der Ingenieursgesellschaft Opp sind schon Tausende kaputte Smartphones als Versicherungsschaden auf dem Tisch gelandet.

O-Ton 1 (Alexander Nathem, 0:22 Min.): "Der Klassiker ist sicher das Mobiltelefon, das einem Freund oder dem Kollegen beim Telefonieren aus der Hand fällt, anschließend zu Boden fällt und dann auch beschädigt ist. Häufig fallen die Geräte auch von einem Tisch zu Boden, gerne genommen wird aber auch zum Beispiel der Sturz von der Treppe oder ein ganzes Treppenhaus hinunter. Es gibt aber auch Fälle, bei denen das Smartphone unglücklich in ein Waschbecken, einen Putzeimer oder eine Toilette reinfällt."

Sprecherin:

Und er überprüft dann, ob das tatsächlich der Wahrheit entspricht.

O-Ton 2 (Alexander Nathem, 0:20 Min.): "Also, während man bei vielen Fällen mit etwas Erfahrung direkt feststellen kann, zum Beispiel, ob das Display bei einem Sturz beschädigt wurde oder mit einem Hammer eingeschlagen wurde, so werden komplexere Schadenfälle auch komplett rekonstruiert als Schadenszenario. Zudem setzen wir auf moderne Untersuchungsmethoden, zum Beispiel digitale HD-Mikroskopie oder Röntgentechnik."

Sprecherin:

So kann er beispielsweise auch herausfinden, ob tatsächlich Kaffee oder Bier übers Gerät verschüttet wurde - oder ob es vielleicht ganz andere Gründe für den Schaden gibt.

O-Ton 3 (Alexander Nathem, 0:26 Min.): "Leider stellt sich raus, dass ungefähr 60 Prozent der Fälle, die wir hier zur Prüfung erhalten, nicht plausibel sind. Da meistens bei den Leuten auch der Wunsch nach einem neueren und besseren Smartphone hinter solch einem konstruierten Versicherungsschaden steht, sind die geforderten Summen häufig deutlich überzogen. In der Regel betragen die tatsächlichen Reparaturkosten, oder im Fall von einem Totalschaden der Verkehrswert dann, nur 30 Prozent von dem, was in der Schadenmeldung oder im Kostenvoranschlag gefordert wird."

Sprecherin:

Außerdem steigt die Zahl der Schadensmeldungen auffälligerweise immer genau dann an, wenn ein Hersteller ein neues Smartphone auf den Markt bringt.

O-Ton 4 (Alexander Nathem, 0:17 Min.): "Gerade bei den jungen Leuten gehört es dann zum guten Ton, dass man immer das jeweils neuste Modell hat. So kommt es dann zu diesen Modellreleases zu Häufungen von Schäden, gerade halt eben bei dem Wechsel von der alten zur neuen Generation. Das wissen wir natürlich auch und können dann besonders viele nicht plausible Schäden aufdecken.

Abmoderationsvorschlag:

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie im Internet unter www.gdv.de.

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Pressekontakt:

Stephan Schweda
Telefon: 030/20205114
Mobil: 0151/57148567
EMail: s.schweda@gdv.de

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