GDV - Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.

Überschwemmungen an der Oder
vorbeugen und schützen

Berlin (ots) - Dauerregen und Hochwasser machen unseren Nachbarn in Polen schwer zu schaffen. Ganze Landstriche, Dörfer und Stadtteile stehen unter Wasser. Und die meisten Betroffenen an Oder und Weichsel sind offenbar nicht gegen die Flutschäden an Haus und Hof versichert. Auch Brandenburg erreicht nun das Hochwasser. Im Landkreis Oder-Spree gilt bereits auf einem Flussabschnitt von 34 Kilometern Länge die Hochwasserstufe drei. Das heißt: Deiche, Wehre und Wasserläufe müssen ständig beobachtet werden. Hunderte von sogenannten Deichläufern kontrollieren Tag und Nacht die Lage. In Deutschland verfügen inzwischen über 25 Prozent der Wohngebäude über eine Elementarschadenversicherung gegen Schäden durch Hochwasser - Tendenz steigend. In den neuen Bundesländern ist dieser Versicherungsschutz besonders verbreitet. Gegen Hochwasserschäden versichert werden könnten mehr als 98 Prozent aller Häuser. Vielen Hausbesitzern ist jedoch nicht bewusst, dass inzwischen rund die Hälfte dieser Schäden durch Starkregen verursacht werden. Dass heißt, auch wer weitab von Flüssen oder Gewässern lebt, ist nicht gegen Überschwemmungsschäden gewappnet.

Die Elementarschadenversicherung wird in der Regel zusätzlich zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Mit einer Versicherung gegen Elementarschäden können folgende Risiken abgedeckt werden: Überschwemmung (auch durch Starkregen), Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen sowie Vulkanausbruch.

Notfallplan Hochwasser

Hausbesitzer und -bewohner in Odernähe, die jetzt einem drohenden Hochwasser entgegensehen, können sich mit einem Notfallplan wappnen.

Dazu gehört eine Liste mit Telefonnummern und Adressen von Rettungsdiensten und Angehörigen. Um nicht vom Strom aus der Steckdose abhängig zu sein, sollten rechtzeitig batteriebetriebene Geräte wie Radio, Taschenlampen und Mobiltelefone bereitgestellt werden. Auch Medikamente und Lebensmittel gehören zur "Katastrophen-Grundausstattung". Kommt das Wasser, ist die Reihenfolge der Maßnahmen wichtig:

   - Alarmieren und evakuieren Sie gefährdete Personen. 
   - Schalten Sie elektrische Geräte in bedrohten Räumen ab.
   - Sichern Sie Wertgegenstände und Dokumente, z. B.
     Versicherungsunterlagen. 
  -  Dichten Sie Türen, Fenster und Abflussöffnungen ab und leeren
     Sie gefährdete Räume. 
  -  Fahren Sie Ihr Auto aus der Gefahrenzone. 

Auch nach der Überschwemmung können Maßnahmen helfen, das Ausmaß der Schäden zu begrenzen und so schnell wie möglich den Normalzustand wiederherzustellen:

   - Prüfen Sie elektrische Geräte und Anlagen, bevor Sie sie in
     Betrieb nehmen. 
   - Sind Schadstoffe ausgelaufen (z. B. Farben, Öl, Reiniger)
     verständigen Sie die Feuerwehr und vermeiden Sie Rauchen 
     und offenes Feuer. 
   - Markieren Sie die erreichten Wasserstände und dokumentieren Sie
     die Schäden. 
   - Halten Sie den Schaden so gering wie möglich: Pumpen Sie das
     Wasser nach Möglichkeit ab, wenn dies die Statik des Gebäudes
     nicht beeinträchtigt; reinigen und trocknen sie Gebäude und
     Einrichtung. 
   - Teilen Sie die Verluste und die voraussichtlichen Kosten Ihrem
     Versicherer mit. 
   - Entsorgen Sie zerstörte oder beschädigte Gegenstände erst nach
     Rücksprache mit Ihrem Versicherer. 
   - Lassen Sie Reparaturen am Gebäude am besten in Abstimmung mit
     Ihrem Versicherer von Fachfirmen durchführen. 

Weitere Informationen zum Schutz gegen Überschwemmungsschäden gibt der Flyer "Land unter - Schutz vor Überschwemmung und Hochwasser" vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Der Flyer steht unter www.gdv.de zum Download bereit und kann kostenlos in Einzelexemplaren unter der Faxnummer 030 / 20 20 - 66 04 bestellt werden.

Pressekontakt:

Katrin Rüter de Escobar
Tel.: 030 / 20 20 - 51 19
k.rueter@gdv.de

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