Deutsche Wildtier Stiftung

Auswilderung der Raubkatzen - Der Luchs kehrt zurück in die deutschen Wälder

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Hamburg (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Der Luchs ist ein nachtaktiver Einzelgänger, kann fantastisch gut sehen und hören, bis zu 70 Stundenkilometer schnell sprinten und ernährt sich hauptsächlich von Rehen. Aber obwohl der Luchs früher überall in den Wäldern Europas zuhause war, leben in Deutschland heute grade mal noch etwa 60 bis 100 Luchse in freier Wildbahn. Das soll sich aber wieder ändern. Erst jetzt (am Samstag, den 30. Juli) hat die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland Pfalz unter anderem mit der Unterstützung der Deutschen Wildtier Stiftung drei Luchse im Pfälzer Wald ausgewildert. Mehr von Helke Michael.

Sprecherin: Etwa einhundert Jahre ist es her, da haben die Menschen den Luchs als Nahrungskonkurrenten hierzulande nahezu ausgerottet. Zu groß war die Sorge um das Wild und vor allem auch das eigene Nutzvieh, erklärt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

O-Ton 1 (Hilmar Freiherr von Münchhausen, 0:19 Min.): "Heute hat zum Glück ein Umdenken stattgefunden. Für uns sind heute Raubtiere Teile der Tierwelt und wir wissen auch alle, dass sie eine Bedeutung haben für unsere Natur. Und vor allen Dingen haben wir erkannt, dass wir durchaus geeignete Lebensräume hier in Deutschland für Luchse haben."

Sprecherin: Ideale Lebensbedingungen gibt es zum Beispiel im Harz, im Bayerischen Wald und auch im Pfälzer Wald. Das Problem: die Luchse kommen nicht von allein wieder zurück.

O-Ton 2 (Hilmar Freiherr von Münchhausen, 0:15 Min): "Das unterscheidet ihn auch vom Wolf, der hier eingewandert ist. Der Luchs ist da ganz anders. Er bekommt viel weniger Nachkommen und er vermeidet es auch, über große offene Landschaften zu ziehen. Und deswegen bleibt er immer in den Waldgebieten zurück."

Sprecherin: Bei den Luchsen, die jetzt im Pfälzer Wald heimisch werden sollen, handelt es sich übrigens um echte Wildtiere aus freier Wildbahn. Sie kommen aus der Schweiz und der Slowakei, wo deutlich mehr von ihnen durch die Wälder streifen. Und es sollen noch mehr nach Deutschland umgesiedelt werden.

O-Ton 3 (Hilmar Freiherr von Münchhausen, 0:16 Min): "Wir wollen in den nächsten fünf Jahren rund 20 Tiere dort fangen und im Pfälzer Wald wieder auswildern. Und dieses ganze Vorgehen entspricht höchsten internationalen Standards, die an so welche Auswilderungsprojekte gelegt werden."

Sprecherin: Doch auch wenn die Bedingungen für die Luchse in ihrer neuen Heimat nahezu perfekt sind - es lauern natürlich trotzdem einige Gefahren auf sie.

O-Ton 4 (Hilmar Freiherr von Münchhausen, 0:26 Min): "Luchse haben ja auch riesige Streifgebiete von mehreren hundert Quadratkilometern. Und dabei müssen sie vor allen Dingen Straßen überqueren. Eine andere Gefahr ist die Wilderei. Es gibt das immer wieder, dass Luchse gezielt vergiftet oder auch erschossen wurden. Das lässt sich nur verhindern, wenn man in einem solchen Auswilderungsprojekt die Menschen vor Ort von Anfang an mit einbindet, damit die Menschen vor Ort so ein Projekt unterstützen und begrüßen."

Sprecherin: Angst vor den scheuen Tieren muss übrigens niemand haben.

O-Ton 5 (Hilmar Freiherr von Münchhausen, 0:16 Min): "Luchse können zwar auch so ganz neugierig sein, aber wenn sie den Menschen wahrnehmen, werden sie schon auf große Distanz flüchten. Wir sollten keine Angst davor haben, wir sollten uns freuen und stolz sein, dass wir dem Luchs in Deutschland wieder eine Zukunft geben."

Abmoderationsvorschlag:

Wenn Sie mehr über den Luchs und seine Auswilderung wissen und sich daran vielleicht sogar mit einer Spende beteiligen möchten, dann klicken Sie doch einfach mal auf www.deutschewildtierstiftung.de. Dort finden Sie auch noch ein paar Informationen, wie man sich da, wo Luchse leben, am besten verhält.

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Pressekontakt:

Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst-Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de, www.DeutscheWildtierStiftung.de

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