GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH

GTÜ testet Batterielader: Starker Start

GTÜ testet Batterielader: Starker Start
GTÜ-Test Batterieladegeräte 01/2016: Tabelle der Testergebnisse · Abdruck honorarfrei. Beleg und Urhebervermerk erbeten. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/36262 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/GTÜ Gesellschaft für Technische ...

Stuttgart (ots) -

   - Acht Ladegeräte für Auto-Akkus von 35 bis knapp 100 Euro im 
     Vergleich 

Kurzstreckenfahrten und leistungsstarke Stromverbraucher wie Heckscheiben- und Sitzheizung bringen Autobatterien schnell an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Startprobleme sind die häufige Folge. Zumal an kalten Wintertagen, wenn bei strammen Minustemperaturen die Stromspeicher kaum noch die Hälfte ihrer normalen Batteriekapazität bereitstellen. Viele Pannen ließen sich freilich vermeiden, wenn der Auto-Akku mit einem modernen Ladegerät öfter mal vorsorglich aufgeladen würde. Das erhöht Startsicherheit und Lebensdauer der Batterie gleichermaßen. Geeignete Produkte gibt's schon für weniger als 100 Euro. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung hat acht moderne Batterielader getestet.

Testsieger mit dem Prädikat "sehr empfehlenswert" wurde das CTEK MXS 5.0 (siehe Ergebnistabelle). Fünfmal vergaben die GTÜ-Prüfer die Note "empfehlenswert", in der Reihenfolge ihrer Platzierung für GYS FLASH 4A, Banner ACCUCHARGER 12V/3A, AEG LM 4.0 6/12V, Bosch C3 6/12V und 4Load Charge Box 3.6. Als "bedingt empfehlenswert" erwiesen sich das Speeds BL 530 und das Einhell BT-BC 4D.

So hat die GTÜ getestet

Zwei Dutzend Einzelbeurteilungen in sechs großen Kapiteln hatten die Testkandidaten zu durchlaufen. Die GTÜ unterzog die Batterielader aufwendigen funktionellen, elektrischen und qualitativen Prüfungen. Sichtprüfung sowie die Bewertung der Bedienung und der Preise komplettieren den umfassenden Leistungsvergleich.

Wichtigstes Einzelkriterium im Kapitel Funktionsumfang war die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens. Dabei geht es unter anderem darum, die Akkus möglichst schonend bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen, eine Nachladephase einzuleiten und dann in einen Erhaltungsmodus zu wechseln, der die Batterie stets bei optimaler Leistungsfähigkeit hält. Techniker sprechen in diesem Zusammenhang vom IUoU-Ladeverfahren. CTEK und Banner sind in dieser Disziplin ganz vorn dabei. CTEK verfügt als einziges Gerät im Testfeld auch über eine sogenannte Regenerierungsfunktion. Mit der lässt sich so manche durch Säureschichtung angeschlagene Nassbatterie hinsichtlich Kapazität und Startfähigkeit durch Anhebung der Ladespannung auf maximal 15,8 Volt wieder aufs ursprüngliche Niveau liften. Eine weitere Option, die das CTEK-Gerät am besten beherrscht, ist die gezielte Ladung von AGM-Batterien, wie sie in Fahrzeugen mit Start-Stopp-Automatik und Energierückgewinnung (Rekuperation) eingesetzt werden.

Noch einen exklusiven Pluspunkt bekam CTEK im Rahmen der Prüfposition "weitere Nutzungsmöglichkeiten" für die sehr nützliche "Pufferfunktion" des Geräts. Sie sorgt dafür, dass beim Austausch der Batterie die Stromspannung im Bordnetz nicht unterbrochen wird. Diese Eigenschaft ist in Zeiten moderner Elektronik immer wichtiger, um Radiocodes nicht neu eingeben und Wegfahrsperren nicht mit dem Zündschlüssel neu synchronisieren zu müssen sowie Kennfelder in elektronischen Bauteilen zu erhalten.

Zumeist gute bis sehr gute Ergebnisse notierten die GTÜ-Tester bei den elektrischen Prüfungen, etwa hinsichtlich Kurzschlussfestigkeit, Ladbarkeit tiefentladener Batterien oder Verpolungsschutz. Kaum Ausreißer auch bei den Qualitätsprüfungen. So blieben die Prüfmuster beim fünfmaligen Falltest aus 85 Zentimeter Tischhöhe durchweg heil. Allerdings zeigte das Speeds BL 530 beim Kältetest Schwächen. Bei minus 20 Grad in der Kältekammer stellten die Testingenieure einen Bruch der Kabel-Zugentlastung fest. Die entsprechende Abwertung in dieser Disziplin kostete das Speeds entscheidende Punkte und somit das Qualitätsprädikat "empfehlenswert", das auch das Einhell BT-BC 4D verpasste. Wichtiger Grund hier die fehlende Schutzartprüfung laut Hersteller, die den Gebrauch des Geräts im Freien ausschließt.

Natürlich spielt auch der Anschaffungspreis bei der Kaufentscheidung eine Rolle. Deshalb setzten die GTÜ-Prüfer die Anschaffungskosten der Testgeräte ins Verhältnis zu ihrer Leistungsfähigkeit. Das im Testfeld mit Abstand billigste Gerät, das Einhell BT-BC 4D erreicht hier zwar maximale Punktzahl, freilich ohne deshalb in der Gesamtwertung nach oben rücken zu können. Leistung kostet. Zumindest in diesem GTÜ-Test, denn die beiden teuersten Batterieladegeräte von CTEK und GYS FLASH sind zugleich auch die besten.

Pressekontakt:

GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH
Hans-Jürgen Götz ? Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fon: 0711 97676-620 ? Fax: 0711 97676-609
E-Mail: goetz@gtue.de ? http://www.gtue.de
Original-Content von: GTà Gesellschaft für Technische Ãberwachung GmbH, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH

Das könnte Sie auch interessieren: