Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)

Gebrauchte Eigenheime stabilisieren den Markt
Trotz Bauflaute: LBS-Immobiliengesellschaften vermittelten insgesamt 25.000 Objekte im Wert von 3,9 Mrd. Euro

    Berlin (ots) - Trotz der Flaute im Wohnungsbau haben sich die 11
LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) als größte Maklergruppe
Deutschlands gut behauptet. Mit 25.000 vermittelten Objekten (- 1 %)
im Wert von 3,9 Mrd. Euro (- 2 %) erreichten sie im Jahr 2001
annähernd das Vorjahresergebnis. Bei den Eigenheimen, dem mit Abstand
größten Marktsektor, verzeichneten die LBS-I mit 10.700 Objekten ein
Plus von 3 %. Außerdem stehen in der heute in Berlin veröffentlichten
Vermittlungsbilanz 8.600 Eigentumswohnungen (- 5 %) sowie 2.500 (+ 2
%) Baugrundstücke.
    
    Der Wohnungsmarkt wird gegenwärtig geprägt von einer robusten
Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien und einer anhaltenden Schwäche im
Neubau. Diese Situation spiegelt sich auch im Jahresergebnis der
LBS-I wider. Mit 2.300 neuen Eigenheimen verbuchten sie gegenüber dem
Jahr 2000 einen um 10 % niedrigeren Umsatz. Dagegen kamen sie bei
gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern, dem Schwerpunkt ihres
Maklerangebots, auf ein Plus von 7 %. Hier wechselten 8.500 Objekte
den Besitzer.
    
    Die Nachfrage nach Eigenheimen wurde dabei auch getragen von einem
insgesamt recht stabilen Preisniveau (vgl. Tabelle). Während der
Preis für neue Eigenheime mit 196.000 Euro exakt auf dem Niveau von
2000 blieb, mussten Käufer von Gebrauchtobjekten durchschnittlich
164.000 Euro aufwenden und damit 2 % weniger als im Vorjahr.
Angesichts des inzwischen recht markanten Rückgangs der
Neubautätigkeit, so die LBS-Immobilienexperten, sei es aber letztlich
nur eine Frage der Zeit, bis die Angebotsknappheit auf die Preise im
Neubau und im Bestand durchschlage.
    
    Dieselbe Diagnose gilt nach der Marktanalyse der LBS-I im Trend
auch bei Eigentumswohnungen. Hier bedeuten 2.600 vermittelte neue
Einheiten ein Minus von 12 %, während annähernd 6.000 gebrauchte
Eigentumswohnungen (-1%) ein Beleg für die grundsätzlich stabile
Nachfrage auch auf diesem Teilmarkt sind; denn gleichzeitig blieb der
Durchschnittspreis hier mit 109.000 Euro gegenüber 2000 annähernd
identisch. Die Preise für neue Eigentumswohnungen lagen mit 167.000
Euro (+ 4 %) demgegenüber sogar etwas über denen des Vorjahres. Mehr
denn je wird der Neubau-Markt von Selbstnutzern bestimmt, während
früher steuerorientierte Kapitalanleger das Angebot und die Preise
bestimmt hatten.
    
    Positiv entwickelte sich bei den LBS-Immobiliengesellschaften der
Teilbereich der Baugrundstücke;  2.500 Verkäufe bedeuten ein Plus von
2 %. Der Durchschnittspreis für ein Grundstück lag bei 99.000 Euro (-
7 %).
    
    Steil nach oben gerichtet sind die Preise für Auslandsimmobilien.
Diese Objekte, die von den LBS-Immobiliengesellschaften vor allem im
Mittelmeerraum an deutsche Interessenten vermittelt werden, kosteten
2001 im Schnitt bereits rund 153.000 Euro. Dies entspricht einer
Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 15 %. Die Formel "Wohneigentum
im Ausland ist preiswerter als hierzulande", verliert damit mehr und
mehr an Allgemeingültigkeit.
    
    
    
    Tabelle: Durchschnittspreise der von den
                  LBS-Immobiliengesellschaften vermittelten Objekte
      
    Objektart            Durchschnitts-Preis (in Euro)    Veränderung
                                                                                  zum Vorjahr
    
    Eigenheime (neu)          196.000                                 0 %
    Eigenheime (gebraucht) 164.000                              - 2 %
    ETW (neu)                      167.000                              + 4 %
    ETW (gebraucht)            109.000                              - 1 %
    Baugrundstücke                99.000                              - 7 %
    Auslandsimmobilien        153.000                            + 15 %
    
    
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