UNICEF Deutschland

Südsudan: UNICEF-Hilfsflüge bringen Spezialnahrung

Köln (ots) - Hungersnot abwenden / Dringender Spendenaufruf

Angesicht der Krise in Südsudan verstärkt UNICEF die Nothilfe im jüngsten Staat Afrikas und ruft dringend zu Spenden auf. UNICEF hat in den vergangenen Tagen mit Hilfsflügen 77 Tonnen therapeutische Spezialnahrung für lebensgefährlich mangelernährte Kinder in die Hauptstadt Juba gebracht. An sieben Standorten organisieren UNICEF-Nothilfeteams gemeinsam mit Partnern die Versorgung und Behandlung geschwächter Kinder. Allein in der vergangenen Woche hat UNICEF nährstoffhaltige Erdnusspaste zur Behandlung von 6.000 schwer mangelernährten Kindern geliefert. Seit Anfang des Jahres haben UNICEF und seine Partner den Ernährungszustand von rund 295.000 Kindern untersucht, fast 15.000 waren bereits in einem lebensbedrohlichen Zustand. UNICEF Deutschland hat 500.000 Euro für Soforthilfe bereitgestellt.

"Die Kinder leiden am härtesten unter den Auseinandersetzungen verfeindeter Gruppen in Südsudan", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. "Immer mehr Kinder sind ganz allein auf sich gestellt." In den vergangenen Monaten wurden schon rund 3.200 unbegleitete Kinder registriert. Gerade brachte ein Charterflug 20 von ihnen von Makal zu Angehörigen nach Juba. UNICEF organisiert im Südsudan ein Netzwerk zur Registrierung unbegleiteter Kinder und hilft bei der Suche nach Angehörigen.

Unter den rund 800.000 Flüchtlingen innerhalb des Landes sind laut UNICEF schätzungsweise 430.000 Kinder und Jugendliche. Weil die Haupternte unterbrochen wurde und auch Felder nicht neu bestellt werden konnten, haben viele Familien nichts zu essen. Sie suchen Hilfe in der Nähe von UN-Stützpunkten. UNICEF leistet umfassende Hilfe für Kinder in den Bereichen Wasser, Gesundheit, Ernährung, Bildung und Kinderschutz:

   - Zusammen mit seinen Partnern versorgt UNICEF seit Beginn der 
     Krise schon rund 15.000 lebensbedrohlich mangelernährte Kinder 
     mit Spezialnahrung und medizinischer Hilfe. 

In Flüchtlingslagern wie in Juba, Tongping, Bor oder Melut organisiert UNICEF die Wasserversorgung für 250.000 Menschen.

   - Insgesamt 51.000 Kinder wurden gegen Masern geimpft; seit Anfang
     April erhielten 16.000 Menschen eine Cholera-Schutzimpfung. 
     UNICEF stellte auch Medikamente zur Behandlung von schwerem 
     Durchfall für 50.000 Menschen bereit.
   - UNICEF organisiert ein Netzwerk zur Registrierung unbegleiteter 
     Kinder und hilft bei der Suche nach Angehörigen.
   - In Flüchtlingslagern wurden bislang 16 sichere Kinderzonen 
     eingerichtet. Wo möglich richtet UNICEF auch Notschulen ein - 
     wie z.B. in Bor für 1.200 Kinder 
   UNICEF ruft dringend zu Spenden auf: 
   Spendenkonto 300 000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 
   Stichwort: Südsudan 

Information und Spendenmöglichkeit auf www.unicef.de/suedsudan

Pressekontakt:

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