Europäischer Tag der Logopädie am 6. März 2013
Expertenhotline zum Thema "Sprechen, Lesen, Schreiben - spielerisch lernen"

   

Frechen (ots) - Die Sprache ist das Tor zur Welt. Bei den allermeisten gesunden Kindern öffnet sich dieses Tor ganz von selbst, denn sie verfügen über angeborene Strategien, um Sprache zu erwerben:

- Kinder imitieren ihre Eltern, d.h. sie sprechen Wörter nach oder verwenden Ausdrücke so, wie die Eltern sie verwenden

- Kinder nutzen Wörter erst einmal ganz allgemein: z.B. "Hund" für alle Vierbeiner im Haus, bevor sie erfahren, dass es hier Unterschiede gibt

- Kinder bilden neue Wörter: z.B. "Reparierung" anstelle von Werkstatt und zeigen damit, welche grammatischen Fähigkeiten sie haben

- Kinder wiederholen häufig Wörter oder Sätze, weil ihnen der Klang oder die Reaktion der Umgebung gut gefällt

- Kinder fragen viel und unablässig und zeigen damit ihre Neugierde und ihre Lernfähigkeit

- Kinder fordern Aufmerksamkeit und Zuwendung und zeigen damit ihr Bedürfnis nach Kommunikation

Es ist daher nicht erstaunlich, dass der Beginn des Spracherwerbs in allen Sprachen dieser Welt sehr ähnlich verläuft. Erst wenn ein Kind sich der Sprache seiner Umgebung immer mehr bewusst wird, lernt es die Regeln und den Gebrauch seiner Muttersprache. Welche Sprache das Kind erwirbt, hängt davon ab, welche Sprache Mutter, Vater oder andere Bezugspersonen sprechen, bei denen es aufwächst.

Der Spracherwerb ist ein Prozess, in dem das Kind lernt, Geräusche und Laute mit dem zu verbinden, was es erlebt. So bauen Kinder ihr (sprachliches) Wissen langsam auf. Sie lernen Laute (/b/,/a/,/l/) und Wörter (Ball), die Grammatik (Nomen, männlich, Einzahl: Ball) und den Gebrauch der Sprache in der Interaktion (Ball werfen). Somit ist der Spracherwerb ein kontinuierlicher Lernvorgang, der, bezogen auf neue Wörter und Redewendungen, ein Leben lang stattfindet.

Wie genau verläuft der Spracherwerb? Wie hängen Sprechen, Lesen und Schreiben zusammen? Welche Rolle spielt das Hören? Kann ein Kind problemlos mehrere Sprachen gleichzeitig erwerben? Was ist, wenn das Schreibenlernen Probleme bereitet? Wie können Eltern und ErzieherInnen die Sprachentwicklung optimal unterstützen? Woran erkennt man, ob ein Kind nur etwas mehr Zeit braucht oder ob es eine Sprachentwicklungsstörung hat?

Diese und weitere Fragen beantworten kompetente Logopädinnen und Logopäden des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) am Europäischen Tag der Logopädie am

Mittwoch, dem 6. März 2013 von 17:00 bis 20:00 Uhr unter der Rufnummer 01805-353532.

(Ein Anruf kostet 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, max. 0,42 Euro/Minute aus Mobilfunknetzen).

Weitere Informationen sowie Fotos zum Thema stehen Ihnen unter www.dbl-ev.de > EU Tag der Logopädie zur Verfügung.

Hintergrund:

Der Europäische Tag der Logopädie wird am 6. März 2013 zum neunten Mal begangen. In Deutschland ist er im "Jahresplaner Gesundheitstage 2013" der BZgA gelistet. Ins Leben gerufen hat ihn der Europäische Dachverband der Nationalen Logopädenverbände, das Comité Permanent de Liaison des Orthophonistes-Logopèdes de l'Union Européenne (CPLOL), dem 33 Verbände aus 30 europäischen Ländern angehören. Einziges deutsches Mitglied ist der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl), in dem 11.500 freiberufliche und angestellte Logopäden organisiert sind.

Pressekontakt:

V.i.S.d.P.: Dr. med. Eva Kalbheim, Deutscher Bundesverband für 
Logopädie e.V. (dbl). Weitere Informationen: dbl-Pressereferat, M. 
Feit, Augustinusstr. 11 a, 50226 Frechen, Tel.: 2234/37953-27, Fax: 
02234/37953-13, E-Mail: feit@dbl-ev.de, Internet: www.dbl-ev.de