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"Mercedes braucht dringend frischen Wind, vor allem bei den Fahrern!" / PREMIERE WORLD-Experte Marc Surer sieht Probleme für McLaren-Mercedes

    München (ots) - Das Team von McLaren-Mercedes konnte lediglich
zwei der ersten acht Saison-Rennen gewinnen. In der Konstrukteurs-WM
hat das Team von Ron Dennis bereits 34 Punkte Rückstand auf
Klassenprimus Ferrari. Um wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können,
müsste McLaren-Mercedes laut PREMIERE WORLD-Experte Marc Surer intern
Veränderungen vornehmen. Vor dem Großen Preis von Europa auf dem
Nürburgring (22. bis 24 Juni, PREMIERE WORLD überträgt an allen drei
Tagen live) sagte Surer in einem PREMIERE WORLD-Interview: "Mercedes
braucht dringend frischen Wind, vor allem bei den Fahrern!"
    
    Für den 49-jährigen Schweizer steht fest: "Die derzeitige
Situation bei McLaren-Mercedes hängt wohl mit einer gewissen
Erfolgsmüdigkeit zusammen. Das sieht man ja immer wieder. Wenn ein
Team über Jahre so viel Stress durchgestanden hat und dabei immer um
die Weltmeisterschaft gekämpft hat, lässt irgendwann die
Konzentration bei dem ein oder anderen im Team ein wenig nach. Und
genau mit diesem Problem hat McLaren momentan zu kämpfen."
    
    Für den Ex-Formel 1-Fahrer, der zwischen 1979 und 1986 insgesamt
82 Grand Prix-Rennen bestritt, zeigt die Erfolgskurve für das
McLaren-Team nach unten: "Motorenmäßig hat BMW mit Mercedes
sicherlich schon gleichgezogen. Grundsätzlich ist aber das
Gesamtpaket McLaren-Mercedes noch konstanter als der BMW-Williams,
weil es ausgereifter ist. Deshalb ist für mich McLaren-Mercedes
momentan nach wie vor auf Platz zwei hinter Ferrari anzusiedeln.
Allerdings spricht der Zyklus der Formel 1 dafür, dass Williams nach
oben schwimmt und McLaren ein wenig absackt. Die Tendenz ist also
abzusehen."
    
    Die Querelen um Stardesigner Adrian Newey bewertet Surer
zwiespältig: "Wenn die Leute im McLaren-Team merken, dass einer von
ihnen mit Jaguar verhandelt, dann kann das nicht positiv sein.
Einfach von der Motivation her. Dennoch war es richtig, alles zu
unternehmen, um Newey zu halten. Denn es verhält sich mit Newey
ähnlich wie mit Michael Schumacher: Den Mann zu haben, ist Gold wert.
Ihn gegen sich zu haben, ist das Schlimmste, was einem passieren
kann."
    
    Ralf Schumacher, der sich nach seinem zweiten Grand Prix-Triumph
in Kanada in die Herzen der Fans und Team-Verantwortlichen gefahren
hat, sollte nach Surers Meinung einen Wechsel von BMW zu einem
anderen Team tunlichst vermeiden: "Ralf hat sich zusammen mit dem
Team von Williams-BMW hochgearbeitet. Jetzt, wo er die Früchte ernten
kann, sollte er auf gar keinen Fall weggehen."
    
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