DGU - Dt. Gesellschaft für Urologie e.V.

Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. baut nationales urologisches Studienregister auf

Düsseldorf (ots) - Wissen und Information gibt es im Überfluss, die relevanten Erkenntnisse auch zu finden, ist heute die wahre Kunst. Für die klinische Forschung aus ihrem Fachgebiet geht die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) jetzt besondere Wege: "Die DGU hat den Grundstein für den Aufbau eines nationalen urologischen Studienregisters gelegt, mit dem in Deutschland durchgeführte klinische Studien möglichst vollständig erfasst werden", sagt Prof. Dr. Bernd Wullich, Leiter des Ressorts für Forschungsförderung im DGU-Vorstand und zugleich Leiter des neuen Studienregisters.

"Ziel ist, dass sich Ärzte, Betroffene und potenzielle Studienpartner rasch über die Studienaktivitäten in der Urologie informieren können", erläutert Prof. Wullich. Das Online-Register (" www.dgu-studien.de ") soll nicht nur onkologische, sondern alle urologisch relevanten klinischen Studien erfassen - also auch Untersuchungen zu Operationstechniken oder zu komplementärmedizinischen Verfahren. "Wir nehmen alles auf, was den Standards der 'Good Clinical Practice' entspricht", sagt DGU-Forschungskoordinator Dr. Christoph Becker, der Administrator des Registers.

Bislang oft verstreut publizierte abgeschlossene, aber auch noch laufende Studien sollen gebündelt werden. Besonders wichtig sei der DGU, mit dem Register die Patientenrekrutierung für klinische Studien in Deutschland zu fördern. "Eine zügige Durchführung von Studien scheitert häufig daran, dass es nicht genug Patienten gibt, weil Urologen und Patienten einfach nicht wissen, dass für bestimmte Studien noch Teilnehmer gesucht werden", sagt Dr. Becker.

Das Studienregister wird von der DGU finanziert und gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie e.V. betrieben. Für das neue System ist unter anderem ein automatischer Datentransfer zum Deutschen Register Klinischer Studien sowie zum internationalen Register ClinicalTrials.gov vorgesehen, der Doppeldokumentationen erübrigen wird. Das System ist zudem dafür ausgelegt, Studien komplett zu verwalten.

Bei der 62. DGU-Jahrestagung vom 22. bis 25. September 2010 in Düsseldorf können sich Interessierte erstmals von der Leistungsfähigkeit und der leichten Handhabung des Systems überzeugen.

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