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Modellfahrzeug-Börse auf der IAA Nutzfahrzeuge noch bis Sonntagabend
"Automania" begeistert Sammler aller Fahrzeugklassen

Hannover/Berlin (ots) - Joachim Sohn ist ganz groß im Ersatzteilgeschäft unterwegs. Der Händler aus Solingen hat für den Lkw einfach alles parat: Achsen und Anhängerkupplungen, Fahrerkabinen und Fahrgestelle, ganze Zugmaschinen - und das in der populären HO-Modellbahngröße 1:87. "Sammler und Bastler sind begeistert, wenn sie bei mir genau die richtige Komponente finden, um zu Hause ihren wertvollen 40-Tonner im Miniaturformat zu reparieren. Andere wiederum bauen sich aus den Zubehörteilen ihr Wunschmodell jenseits aller Vorgaben zusammen", erläutert Joachim Sohn das Interesse an seinem Stand auf der "Automania", der Modellfahrzeug-Börse in Halle 11 auf der 63. IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Diese wichtigste Sammlerbörse für Nutzfahrzeugmodelle dauert noch bis Sonntagabend, 26. September, 18.00 Uhr.

Klaus Schreiber aus Berlin bietet US-Trucks in allen Größen und Preislagen an. Sein Plus: Bei ihm bleiben viele stehen, die zuvor die "echten" Highway-Könige im Format 1:1 in Halle 16 bewundert haben.

Auch wenn die IAA in Hannover die größte Nutzfahrzeugmesse der Welt ist: Fans von Pkw aller Epochen kommen auf der "Automania" ebenfalls auf ihre Kosten. "Die meisten Käufer suchen das Auto, das sie derzeit fahren oder früher einmal gefahren sind", erklärt eine Verkäuferin, die sich auf Opel spezialisiert hat - vom Weltkugel- Taunus über Kapitän und Manta bis zum neuen Astra. Eines der sehr werthaltigen Spitzenstücke auf der "Automania" bietet Hans Martens an: den Nachbau eines Daimler-Feuerwehrwagens von 1950 im Format 1:18, inklusive ausziehbarer Drehleiter.

Dicht an dicht drängt sich das Publikum auf der "Automania": technik- begeisterte Väter und Söhne, Mitarbeiter von Ausstellern auf der Suche nach "ihrer" Marke, Junioren, die ihren Traumsportwagen wenigstens als Modell besitzen wollen, und Senioren, die mit verzücktem Blick die Nutzfahrzeuge ihrer Jugendzeit bewundern. Schon ab dem späten Vormittag ist in den engen Reihen kaum ein Durchkommen, so auch bei Gerd Pippereck aus Offenbach. "Bierzüge gehen gut weg", sagt er und deutet auf einen historischen Lkw- Anhängerzug. Als "Schnäppchen" bietet er einen Mercedes-Benz 280 SE Cabrio von 1966 an; preislich deutlich höher angesiedelt sind Raritäten von Henschel oder Büssing, Modelle von Herstellern also, die es nicht mehr gibt. Zudem bietet die "Automania" Anstecknadeln, Modellauto-Kataloge von Corgi & Co. aus den 80er-Jahren, Kühlschrank- Magneten mit Auto-Motiven oder auch originalgetreue Reproduktionen automobiler Blech-Werbetafeln, dazu Formel-1-Fahrzeuge, Militaria und Motorräder.

Neu auf der "Automania" ist "Jet Challenge", eine Aktion, mit der Schüler und Azubis für Ingenieurstudium und -beruf gewonnen werden sollen. "Jet" steht dabei für "Jugend entdeckt Technik". Dieter Kirstein vom Initiator, dem Verband Deutscher Ingenieure (VDI): "Ziel ist es, ein ferngesteuertes Rennauto mit Elektromotor zu bauen." Ein fahrfertiger BMW im Format 1:18, vollgestopft mit Funk- und Antriebselektronik, versinnbildlicht die Herausforderung. Finden sich genügend junge Teams, soll es demnächst ein "Hightech-Rennen" in Hannover geben.

Mehr als 40 Händler hat Co-Organisator Kai Seehase aus Heidelberg diesmal zusammengetrommelt, auch aus Holland, Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz, "damit ist die Halle voll". Seehase ist selbst auf der "Automania" mit einem Stand vertreten. Er hatte die Modellbörse auf der IAA ins Leben gerufen, erstmals 1988 in Frankfurt. Hier in Hannover ist er seit dem IAA-Debüt 1992 dabei. Wie viele Modelle hier angeboten werden, kann er nur grob schätzen: "Es gibt einen einzigen Händler, der mit mehr als 50.000 Exponaten angereist ist. Insgesamt werden es also deutlich mehr als 100.000 sein." Erst gucken, dann kaufen: "In der ersten Runde am Vormittag wird oft geprüft, gefragt, sortiert. Aber am Nachmittag kommen sie alle wieder. Da muss man aufpassen, dass das begehrte Stück nicht schon weg ist", berichtet Seehase.

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