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Hochrangige Landespolitiker informieren sich auf der IAA über nachhaltige Mobilität

Frankfurt am Main (ots) - Die Besuche hochrangiger Politiker auf der 63. IAA PKW halten an. Am Montag informierten sich Silke Lautenschläger, Umweltministerin des Landes Hessen, sowie Jürgen Reinholz, thüringischer Wirtschaftsminister, über die Neuheiten auf der IAA im Bereich nachhaltige Mobilität. Auch Ernst Pfister, Wirtschaftsminister aus Baden-Württemberg, nahm sich für einen informativen IAA-Rundgang Zeit.

"Meine Erfahrungen nach den Gesprächen auf den IAA-Ständen: Alle Automobilhersteller nehmen den Klimaschutz sehr ernst. Das stimmt mich zuversichtlich", sagte Lautenschläger nach Besuchen bei Daimler, Opel, Renault und Volkswagen sowie beim Energieversorger RWE. "Interessant ist, dass das reine Elektroauto in den Plänen der Hersteller eine mindestens ebenso große Rolle spielt wie das Hybrid- Auto mit zusätzlichem Benzin-Motor", führte die Ministerin aus. "Als positive Botschaft nehme ich auch mit, dass mit der Brennstoffzelle eine weitere CO2-freie Antriebsalternative in Reichweite kommt."

Einen längeren Stopp legte die Ministerin in Halle 4 bei der Fräger- Gruppe ein. Die Firma aus Immenhausen bei Kassel hat ein Elektroauto im Angebot. Der kompakte Viersitzer "Benni" hat eine Reichweite von bis zu 120 Kilometern, wie Geschäftsführer Dirk Fräger der Ministerin erläuterte. "Das reicht für mehr als 80 Prozent aller Fahrten." Die Lithium-Ionen-Batterie lädt sich über Nacht an der 220- Volt-Steckdose auf. Es lägen schon mehr als 200 Anfragen für den rund 30.000 Euro teuren, emissionsfreien Stadtwagen vor, so Fräger. Die Ministerin antwortete: "Allerdings dürfen auch die Anstrengungen bei den herkömmlichen Kraftstoffen jetzt nicht nachlassen. Hier erwarte ich zügig weitere wirksame Effizienzverbesserungen."

Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz ließ sich bei Bosch einen elektrischen Antrieb zeigen, der direkt an der Hinterachse sitzt und ab 2011 zum Serieneinsatz kommen soll. Bei BMW saß Reinholz Probe in der Weltneuheit 5er GT. "Ich habe auf der IAA den Eindruck gewonnen, dass der Automobilstandort Deutschland die große Chance hat, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Das gilt auch und gerade für Thüringen. Die Fachkräfte-Basis ist intakt, die Innovationskraft der Firmen ist hoch, und es zeigen sich erste Stabilisierungstendenzen. In einigen Fällen werden schon wieder Zeitarbeiter eingestellt", sagte Reinholz im Anschluss an seine IAA-Runde. Der Minister hatte auch die Stände der Zulieferer Emitec, Rege Motorenteile, GPM und esw Group besucht.

Reinholz forderte: "Die deutsche Autoindustrie muss bei den neuen Antrieben wieder die Technologieführerschaft übernehmen, dann hat sie auch die Kostenführerschaft. Beim Elektroauto ist es sehr wichtig, dass man sich bei den Schlüsselkomponenten auf einen Standard einigt. Das betrifft den Ladestecker ebenso wie die Batterie. Andernfalls kann es zu unnötigen Verzögerungen bei der Marktreife kommen."

Ernst Pfister, Wirtschaftsminister aus Baden-Württemberg, sagte auf der IAA: "Baden-Württemberg ist eine Auto-Region und natürlich will ich sehen, was diese Industrie zu bieten hat." Bei seinem IAA- Rundgang konnte er sich davon überzeugen, dass Hersteller und Zulieferer ihr Versprechen von 2007 gehalten haben: "Vor zwei Jahren war das IAA-Motto 'Sehen, was bewegt', heute sehe ich, diese Industrie hat Wort gehalten", erklärte der Minister, während er sich bei Daimler den Elektro-Smart anschaute.

Auf seinem Messerundgang besuchte er zudem Audi, Bosch, ebm-papst, Getrag, Harman Becker, IMS Gear, Kipp GmbH, Kolbenschmidt Pierburg, Porsche und Sitronic. Dem Chef von Kolbenschmidt Pierburg, Gerd Kleinert, gratulierte Pfister zum 100-jährigen Firmenjubiläum. "Die Zulieferer sind ebenso wichtig wie die Hersteller. Damit sie auch nach der Krise für den folgenden Aufschwung mit an Bord sind, müssen sie jetzt überleben. Mit unserer offensiven Bürgschaftspolitik tun wir alles, damit die im Kern gesunden Firmen überleben", unterstrich der Wirtschaftsminister.

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