Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.

Positionsbestimmung der deutschen Geflügelwirtschaft: Erklärung der ZDG-Mitgliederversammlung in Hannover

Berlin / Hannover (ots) - Im Rahmen des "Tag des Geflügels" fand heute die Mitgliederversammlung des ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft statt. Der "Tag des Geflügels" ist als Treffen der Eier- und Geflügelfleischbranche am Tag vor der Eröffnung der EuroTier - der internationalen Leitaustellung für die landwirtschaftliche Nutztierhaltung - etabliert. Im Rahmen der Sitzung verabschiedete der ZDG eine Erklärung hinsichtlich des aktuellen Diskurses zur Geflügelhaltung. Einstimmig wurde diese von der Delegiertenversammlung, die aus Spitzenvertretern aller an der Geflügelwirtschaft beteiligten Kreise entlang der gesamten Kette zur Erzeugung von Eiern und Geflügelfleisch sowie aus den Landesverbänden besteht, verabschiedet.

Verunglimpfung der deutschen Geflügelwirtschaft nicht mehr tolerierbar

Anlass dieser Positionsbestimmung ist der Umstand, dass sich die deutsche Geflügelwirtschaft seit einigen Monaten mit heftigen Vorwürfen und Unterstellungen konfrontiert sieht. Neben dem generellen Vorwurf, dass jedwede Form der wirtschaftlich ausgerichteten Tierhaltung eine "Massentierhaltung" mit per se tierschutzwidrigen Zuständen sei, gehe von der Geflügelhaltung auch eine gesundheitliche Gefährdung aus. Als Besorgnis erregend beurteilte der Spitzenverband der deutschen Geflügelwirtschaft den Effekt, der von diesem Diskurs auf die Geflügelhalter ausgeht. So schrecke man neben persönlichen Beschimpfungen und sozialer sowie gesell-schaftlicher Ausgrenzung auch nicht vor Sachbeschädigung und Brandanschlägen zurück.

Eingriff der Politik gefordert

In diesem Zusammenhang fordert die deutsche Geflügelwirtschaft die Politik dazu auf, die gesellschaftliche Diskreditierung von Geflügelhaltern und deren Familien sowie die zunehmende Gewaltbereitschaft mit der Zerstörung bzw. Beschädigung von Eigentum öffentlich zu verurtei-len und alle Möglichkeiten zum Schutz des Eigentums und zur strafrechtlichen Verfolgung der Täter auszuschöpfen.

Rückkehr zur sachlichen und fachlichen Diskussion angemahnt

Auch an die zuständigen Genehmigungs- und Vollzugsbehörden, appelliert die deutsche Geflügelwirtschaft, ihre Entscheidungen auf Basis des gegebenen Rechtsrahmens zu treffen und sich nicht durch populistische und medial inszenierte Vorträge kritischer Gruppen unter Druck setzen zu lassen. In diesem Zusammenhang ruft die deutsche Geflügelwirtschaft auch die Bürgerinitiativen dazu auf, zu einer sachlichen und fachlichen Auseinandersetzung zurückzukehren und sich nicht in einer emotional aufgeheizten Diskussion zu ergehen. Nachdrücklich spreche man sich aber für einen konstruktiven und fundierten Dialog mit den interessierten Kreisen des organisierten Tier- Verbraucher- und Umweltschutzes aus, wird in der ZDG-Erklärung betont.

Deutliche Distanzierung zu Tierrechtsorganisationen gefordert

Tierrechtsbewegungen wie P.E.T.A oder die Animal Liberation Front belasten ganz erheblich einen konstruktiven Dialog, warnt die deutsche Geflügelwirtschaft ausdrücklich. Diese Organisationen hätten mit einem tatsächlichen Tierschutz nichts zu tun, sondern verfolgten mit ihren Machenschaften einzig die Generierung von Spendengeldern. Anerkannte und durchaus wichtige Tierschutzorganisationen seien gut beraten, sich von diesen Organisationen und deren Aktivitäten deutlich zu distanzieren, ist man sich im ZDG einig.

Standort Deutschland als wichtiges Erzeugerland nicht gefährden

Die deutsche Geflügelwirtschaft fordert die verschiedensten Interessengruppen nachdrücklich dazu auf, zu einer Diskussion zurückzukehren, die die Sicherung der deutschen Geflügelwirtschaft als einen wichtigen Wirtschaftszweig, der auf Basis hoher Verbraucher- ,Tier- und Umweltstandards hochwertige Nahrungsmittel produziert, nicht zu gefährden. So verkörpere die deutsche Geflügelwirtschaft das Selbstverständnis einer verbraucherorientierten und nachhaltigen Erzeugung und schaffe ein vielfältiges Angebot an sicheren und hochwertigen Lebensmitteln für eine moderne und gesunde Ernährungsweise. Dabei erfolge die Eier- und Geflügelfleischerzeugung entlang der gesamten Wertschöpfungskette nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, praktischen Erfahrungen, klar definierten rechtlichen Regelungen sowie branchenspezifischen Standards und unternehmensbezogen Erzeugungsrichtlinien. Ein weiterer wesentlicher Faktor dieser auf höchsten Tier-, Verbraucher- und Umweltschutz ausgerichteten Eier und Geflügelfleischerzeugung sei die besondere Qualifikation und Sachkunde der Tierhalter und Tierbetreuer. Insgesamt wünscht sich die Branche verlässliche politische und rechtliche Rahmenbedingungen sowie ein gutes Investitionsklima, damit sich die deutsche Geflügelwirtschaft als Veredelungszweig mit Zukunft entwickeln kann und der Standort Deutschland zur maßgeblichen Versorgung der Menschen mit Eiern und Geflügelfleisch aus Deutschland nicht gefährdet wird.

Die vollständige Erklärung der ZDG Mitgliederversammlung finden Sie unter www.zdg-online.de

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