Statistisches Bundesamt

Hochschulen gaben 2000 mit 27,5 Mrd. Euro 1,6 % mehr aus

        Wiesbaden (ots) -  Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gaben
die öffentlichen und privaten Hochschulen in Deutschland im Jahr
2000 insgesamt 27,5 Mrd. Euro für Lehre, Forschung und
Krankenbehandlung aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die
Hochschulausgaben um 1,6 %.

  Von den Hochschulausgaben waren im Jahr 2000 11,7 Mrd. Euro für
Universitäten (+ 1,2 % im Vergleich zu 1999), 12,6 Mrd. Euro für
medizinische Einrichtungen (+ 2,2 %) und 0,5 Mrd. Euro für
Kunsthochschulen (+ 7,1 %) bestimmt. 2,5 Mrd. Euro gaben
Fachhochschulen (- 0,7 %) und 0,2 Mrd. Euro
Verwaltungsfachhochschulen (+ 0,4 %) aus.

  Der größte Ausgabeposten war 2000 mit einem Anteil von 62,0 % der
laufende Aufwand für Personal in Höhe von 17,1 Mrd. Euro (+ 1,8 %).
In Modernisierung und Ausbau investierten die Hochschulen im Jahr
2000 mit 3,0 Mrd. Euro oder 11,0 % ihrer Mittel etwa den gleichen
Betrag wie 1999.

  In der Gliederung nach Fächergruppen entfielen auf die Humanmedizin
(einschließlich der zentralen Einrichtungen der Hochschulkliniken)
im Jahr 2000 12,6 Mrd. Euro und damit 45,9 % aller
Hochschulausgaben. Für die Fächergruppe Mathematik und
Naturwissenschaften wurden 3,2 Mrd. Euro (11,8 %) aufgewendet, für
Ingenieurwissenschaften 2,7 Mrd. Euro (9,8 %). Geistes-, Rechts-,
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, bei denen im WS 2000/2001
59,9 % aller Studierenden in Deutschland eingeschrieben waren,
beanspruchten mit 3,5 Mrd. Euro 12,8 % aller Hochschulausgaben.

  Ergänzend zu der finanziellen Grundausstattung durch die
Hochschulträger erzielten die Hochschulen in 2000 Einnahmen in Höhe
von 11,7 Mrd. Euro; 3,1 % mehr als im Vorjahr. Davon waren 8,6 Mrd.
Euro laufende Verwaltungs- und Betriebseinnahmen; 8,2 Mrd. Euro
erwirtschafteten hier allein die medizinischen Einrichtungen (+ 2,0
%), insbesondere als Entgelte für die Krankenbehandlung. An
Drittmitteln warben die Hochschulen bei öffentlichen und privaten
Stellen im Jahr 2000 2,8 Mrd. Euro (+ 9,2 %) für Lehre und Forschung
ein. Dies entspricht einem Anteil von 10,3 % (1999 = 9,6 %) an allen
Ausgaben.

  13,1 Mrd. Euro wurden im Jahr 2000 von den Hochschulträgern für die
laufende Grundausstattung der Lehre und Forschung zur Verfügung
gestellt. Auf jeden im Wintersemester 2000/2001 eingeschriebenen
Studierenden entfielen 7 300 Euro (1999 = 7 400 Euro).

  Detailliertere Daten über die Einnahmen und Ausgaben der Hochschulen
enthält die Fachserie 11, Reihe 4.5 "Finanzen der Hochschulen 2000"
des Statistischen Bundesamtes (Verlag Metzler-Poeschel,
Verlagsauslieferung SFG-Servicecenter, Fachverlage GmbH, Postfach 43
43, 72774 Reutlingen, Telefon: 07071/935350, Telefax: 07071/935335,
E-Mail: destatis@s-f-g.com, Bestellnummer 2110450-00700).

Weitere Auskünfte erteilt: Rolf Arand,
Telefon: (0611) 75-4135,
E-Mail: rolf.arand@destatis.de



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