Statistisches Bundesamt

StBA: Bisher kein nennenswerter Effekt der Euro-Umstellung auf das Preisniveau beobachtet

    Wiesbaden (ots) -  Das Statistische Bundesamt beobachtet seit einigen Wochen gemeinsam mit der Deutschen Bundesbank die Preisdynamik auf Grund der Umstellung von DM- auf Euro-Preise. Dazu werden ab April 2000 laufend etwa 18 000 Preisreihen ausgewählter Produkte des täglichen Bedarfs analysiert, die üblicherweise zu so genannten "attraktiven" Preisen angeboten werden. Als "attraktiv" gelten glatte Preise und Schwellenpreise, d.h. Preise, die auf 0, 5, 8 und 9 enden.

  Erste Ergebnisse zeigen, dass auf attraktive Euro-Preise bislang nur vereinzelt umgestellt wird. Ein nennenswerter Einfluss auf die Einzelindizes der untersuchten Güter ist - zumindest bis jetzt - nicht beobachtet worden.

  So wurden z.B. bei knapp 1 000 Nudelprodukten im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres 2001 90 Preise geändert. Nur ca. 3 % dieser Preisänderungen waren euro-induziert, d.h., diese Preise wurden von einem "attraktiven" DM- auf einen "attraktiven" Euro-Preis umgestellt. Der Einfluss dieser Preisänderungen auf den Einzelindex Nudeln, der sich im ersten Halbjahr 2001 im Vorjahresvergleich insgesamt um 2,7 % erhöht hat, betrug zwischen 0,1 und 0,2 Prozentpunkten. Bei einigen anderen Produkten, z.B. Markenbutter, zeigte sich bisher überhaupt kein Effekt.

  Generell ist die Messung des Einflusses der Euro-Umstellung auf die Preisentwicklung sehr schwierig. Ob Preisänderungen ausschließlich wegen der Euro-Umstellung erfolgen, oder aus anderen Gründen ohnehin stattgefunden hätten, aber anlässlich der Euro-Umstellung vorgenommen werden, lässt sich mit Preisbeobachtungen nur schwer entscheiden.

Weitere Auskünfte erteilt: Nadin Engelhardt, Telefon: (0611) 75-2621, E-Mail: verbraucherpreisindex@statistik-bund.de

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