Deutsche Bahn AG

Bahn verbaut im Jahr 2001 fast 10 Milliarden Mark - Investitionen in das Bestandsnetz um 1 Mrd. Mark gesteigert

    Berlin (ots) -
    
    Fahrzeitverluste um rund 7000 Minuten verringert - 33
Elektronische Stellwerke in Betrieb genommen - weitere 170 Ingenieure
eingestellt
    
    Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2001 insgesamt rund 9,8 Mrd. Mark in
die Infrastruktur investiert. Davon hat der Bund rund 7,6 Mrd. Mark
übernommen. Weiterhin hat das Unternehmen rund 800 Mio. Mark an
Eigenmitteln eingebracht. 1,4 Mrd. Mark entfallen auf rückzahlbare
Baukostenzuschüsse der öffentlichen Hand. Der Wert der in diesem Jahr
an die Bauindustrie- und Zulieferindustrie vergebenen Aufträge
beträgt über 6 Mrd. Mark. Darin sind Aufträge enthalten, die in
diesem und den Folgejahren realisiert werden.
    
    Insgesamt hat die Bahn ihre Investitionen in das Bestandsnetz von
rund 2,4 Mrd. Mark im vergangenen Jahr um 1 Mrd. Mark auf rund 3,4
Mrd. Mark in diesem Jahr gesteigert. Damit konnte die Zahl der
Langsamfahrstellen in diesem Jahr um die Hälfte auf 200 abgebaut
werden. Für die Kunden der Bahn bedeutet dies rund 7000 Minuten
weniger Fahrzeitverluste.
    
    Neben diesen umfangreichen Oberbaumaßnahmen sind die Gelder auch
in moderne Leit- und Sicherungstechnik geflossen. Allein in diesem
Jahr gingen 33 Elektronische Stellwerke ans Netz - über ein Drittel
mehr als im vergangenen Jahr. Mit der Inbetriebnahme der
Betriebszentrale (BZ) München im Oktober dieses Jahres ist die letzte
und modernste von sieben BZn in ganz Deutschland ans Netz gegangen.
Damit wird der tägliche Zugbetrieb auf allen wichtigen Strecken der
Bahn zentral koordiniert und disponiert.
    
    Auch die Vorbereitungen weiterer Baumaßnahmen für das kommende
Jahr sind mit dem Aufbau von Planungsvorräten und konkreten
Bauaufträgen für 2002 gut vorangekommen. Das damit verbundene
Vergabevolumen an die Bauindustrie und externe Planungsbüros beträgt
mittlerweile bereits 4 Mrd. Mark. Die Bahn hat auf diese Weise die
Voraussetzungen dafür geschaffen, das Investitionsvolumen in den
kommenden Jahren weiter auszubauen. Die Bau- und Zulieferindustrie
profitiert mit den Aufträgen aus dem Jahr 2001 und den bereits jetzt
für das Jahr 2002 vorbereiteten Aufträgen von einem Vergabevolumen in
Höhe von rund 13 Mrd. Mark.
    
    Trotz dieser intensiven Anstrengungen ist die Bahn im Jahr 2001
mit rund 813 Mio. Mark unter dem bereitgestellten Ansatz des
Bundeshaushaltes für die DB Netz AG geblieben.
    
    Die Gründe dafür sind vielfältig und komplex. Mit der Bahnreform
1994 wurden der Bahn Infrastrukturmittel zugesagt, die nie in der
verabredeten Höhe geflossen sind. Dieser Entwicklung musste sich das
Unternehmen mit seinen Planungskapazitäten auf Dauer anpassen. Durch
die Entscheidung der jetzigen Bundesregierung, die
Infrastrukturmittel für die Bahn zu erhöhen, nun wieder entsprechend
hochfahren.
    
    Erst im März dieses Jahres bestand für die Bahn in wesentlichen
Investitionsbereichen Planungssicherheit. Die Trilaterale
Vereinbarung über die UMTS-Mittel mit der Bundesregierung war erst im
März unter Dach und Fach.
    
    Aufgrund der nötigen Planungsvorläufe war das Jahr 2001 für die
Bahn zu diesem Zeitpunkt planerisch bereits zu einem Großteil
gelaufen, Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund konnten teilweise
erst Ende April unterzeichnet werden.
    
    Dennoch hat sich die Situation für die Bahn mit dem Abschluss der
Trilateralen Vereinbarung gegenüber den Vorjahren verbessert. Die
Bahn kann jetzt ihre Kapazitäten durch Neueinstellungen von
Planungsingenieuren deutlich verstärken. In diesem Jahr sind bereits
zusätzlich 170 Ingenieure eingestellt worden - in den kommenden
Jahren soll diese Zahl auf 1000 anwachsen. Neben einem optimierten
Mittelabfluss und dem Aufbau weiterer Planungsvorräte kann damit die
Qualität der Bauabwicklung bei einem angestrebten jährlichen Volumen
von 10 Mrd. Mark verbessert werden.
    
    Als nachteilig und großes Hindernis beim Mittelabfluss erweisen
sich für die Bahn nach wie vor die kameralistischen Prinzipien des
staatlichen Etats. Während jedes andere Wirtschaftsunternehmen nicht
verwendetes Geld mit in das nächste Geschäftsjahr nehmen kann, ist
die Bahn gezwungen die öffentlichen Mittel des Bundes in dem
betreffenden Haushaltsjahr abfließen zu lassen, ansonsten droht der
Mittelverfall.
    
    Da die Bahn zu einem großen Teil unter dem rollenden Rad bauen
muss, ist die Ausweitung des Bauvolumens nicht ohne weiteres möglich.
Hinzu kommt auch die Beeinträchtigung der Bauaktivitäten auf den
laufenden Zugbetrieb. Mit durchgängig bis zu 600 Baustellen hat die
Bahn in diesem Jahr ein Rekord-Niveau erreicht.
    
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