Deutsche Bahn AG

DB-Umweltbericht 2000: Die Bahn erreicht ihr CO2-Klimaschutzziel vorzeitig
Erfolge im Klimaschutz und bei der Lärmminderung - Umweltentlastung und Sanierung gehen Hand in Hand

Berlin (ots) - "Die Bahn hat seit 1990 ihre Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) trotz gewachsener Verkehrsleistungen um ein Fünftel senken können. Die spezifischen CO2-Emission je Transportleistung konnten im Personenverkehr um 24 % und im Güterverkehr sogar um 33 % gesenkt werden. Das 1994 verkündete Ziel, eine Reduktion von 25 % bis zum Jahr 2005 zu erreichen, konnte somit bereits fünf Jahre vorzeitig erfüllt werden," sagte Dr. Karl-Friedrich Rausch, Vorstand Technik der Deutschen Bahn AG heute in Berlin bei der Vorstellung des DB Umweltberichts 2000. Der spezifische Energieverbrauch, eine Maßzahl der Umweltverträglichkeit eines Verkehrsmittels, konnte gegenüber 1990 um immerhin etwa ein Siebtel - oder rund 14 % - reduziert werden. "Auch hier sind wir zuversichtlich, unsere selbstgesteckten Ziele, 25 % bis 2005 einzusparen, zu erreichen", sagte der Technikvorstand der Bahn, der die UmweltKompetenz für den DB Konzern hat. "Die Fortschritte im ökologischen Bereich sichern der Bahn dauerhaft den Umweltvorsprung gegenüber anderen Verkehrsträgern." Nach einer Übersicht des Umweltbundesamtes emittieren im Schnitt die Konkurrenten der Bahn im Personenfernverkehr die dreifache (PKW) beziehungsweise im Güterverkehr die vierfache Menge CO2. Der im Umweltbericht der Bahn mit rund 12 % angegebene Anteil regenerativer Energieträger an der Bahnstromerzeugung bedeutet einen Spitzenplatz für das Schienenunternehmen im industriellen Vergleich. Rausch sagte: "Die Bahn ist ein hoch wirksames Instrument gegen den Klimakollaps. Schon heute erspart die Bahn der Umwelt jährlich 16,5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Zwei Prozentpunkte Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene ersparen der Atmosphäre im Personen- wie im Güterverkehr jeweils gut eine Millionen Tonnen CO2." Rausch warnte vor Illusionen in der verkehrspolitischen Debatte. Das viel diskutierte Drei-Liter-Auto hat bei den neu zugelassenen PKW in Deutschland in diesem Jahr einen Marktanteil von gerade 0,65 % erreicht. Hier ist die Bahn weit besser: Das modernste Fahrzeug, der ICE 3, verbraucht umgerechnet vollbesetzt nicht mehr als 1 Liter Benzin. Unverständnis äußerte Rausch darüber, dass trotz der ausgewiesenen Umweltverträglichkeit bei der Mineralöl- und Ökobesteuerung die unerlässliche Gleichstellung der Bahn mit den steuerbefreiten Verkehrsträgern Flugzeug und Schiff nicht voran komme. "Die Bahn betreibt Klimaschutz für und mit ihren Kunden", sagte Rausch und verwies auf die vollständige Ausrüstung der weitgehend neu beschafften Fahrzeugflotte der Bahn mit moderner Umwelttechnik: "Wir besorgen das Energiesparen für unsere Kunden. Hochmoderne, schnelle und begeisternde Fahrzeuge gibt es bei uns serienmäßig mit Energiesparfunktion - etwa mit der Rückspeisetechnik, die Bremsenergie in Antriebsstrom rückverwandelt." Somit könne jeder private und gewerbliche Verkehrsteilnehmer täglich mit der Bahn seine persönliche "Klimabilanz" verbessern. Der Erhöhung der Auslastung ihrer Personen- und Güterzüge wird die Bahn aus ökonomischen und ökologischen Gründen in den kommenden Jahren noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Eine bessere Nutzung wird nicht nur über den künftigen Erfolg des Schienenunternehmens entscheiden, sondern auch den Umweltvorsprung vor den Wettbewerbern sichern. Das neue Preissystem unterstützt diese Ziele ebenso wie angepasste neue Fahrzeugkonzepte und technologische Fortschritte etwa in der Betriebsleittechnik. Darüber hinaus sorgen Neuerungen an den Fahrzeugen auch in einem anderen umweltsensiblen Bereich für Fortschritte: Künftig sollen alle neu bestellten Güterwagen mit sogenannten lärmmindernden Bremssohlen ausgestattet sein. Mit der Entscheidung hat der DB Vorstand international eine Vorreiterrolle übernommen, diese jahrelang von den DB Technikern vorangetriebenen Entwicklung, die internationaler Standard werden soll, einzuführen. Über 700 neue Wagen sind mit den neuen Bremssohlen bereits bestellt. Sie vermindern die Lärmabstrahlung auf gut gepflegten Gleisen um Rekordwerte von 8 bis 10 dB (A), reduzieren den Lärm also um mehr als die Hälfte. Der Umweltbericht und weitere Informationen sind im Internet unter www.bahn.de/umwelt abrufbar. Die gedruckte Version kann kostenlos im Bahn-Umwelt-Zentrum, Schicklerstraße 5 - 7, 10179 Berlin angefordert werden. ots Originaltext: Deutsche Bahn AG Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Christine Geißler-Schild Sprecherin Technik Tel.: 0 30/2 97-6 11 68 Fax: 0 30/2 97-6 23 22 Dirk Große-Leege Konzernsprecher Tel.: 0 30/2 97-6 11 80 Fax: 0 30/2 97-6 20 86 E-Mail: medienbetreuung@bku.db.de http://www.bahn.de Original-Content von: Deutsche Bahn AG, übermittelt durch news aktuell

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