Deutsche Bahn AG

Stellungnahme Deutsche Bahn zu Entschädigungen

    Frankfurt a. M./Berlin (ots) - Zu der Diskussion über
Entschädigungzahlungen im Zugverkehr nimmt die Deutsche Bahn wie
folgt Stellung:
    
    Entschädigungen im Verspätungsfall sind bei der Deutschen Bahn
bereits heute übliche Praxis. Ohne dass dazu bisher eine umfassende
rechtliche Verpflichtung bestünde, bietet die Bahn Reisenden, die
durch Ausfall oder Verspätung ihre Reise mit der Bahn bis zum
Betriebsschluss nicht beenden können, als Entschädigung einen
Taxigutschein oder eine Hotelübernachtung an. Diese
Entschädigungsleistungen will das Bundesverkehrsministerium künftig
per Gesetz regeln. Eine entsprechende Regelung für
grenzüberschreitenden Verkehr soll zeitgleich im Jahr 2003 eingeführt
werden.
    
    Weiterführende Gesetzesvorlagen liegen der Deutschen Bahn derzeit
nicht vor, es ist lediglich bekannt, dass die EU-Kommission im Herbst
im Rahmen eines sogenannten Weißbuches allgemeine Leitlinien für die
Stärkung der Verbraucherrechte vorlegen will.
    
    Jürgen Büchy, stellvertretender Bereichsvorstand für Marketing und
Vertrieb der Bahn: "Die Bahn ist mit gut 90 Prozent Pünktlichkeit das
zuverlässigste Verkehrsmittel überhaupt. Unabhängig davon halten wir
Verbraucherschutz für wichtig und praktizieren ihn auch. Mit dem
Gesetzentwurf der Bundesregierung erreichen wir eine Gleichstellung
aller Bahnen im nationalen und grenzüberschreitenden Verkehr, die wir
sehr begrüßen." Eine weitere Regelung durch die EU hält die Bahn
nicht für erforderlich.
    
    Schon heute ist es bei der Deutschen Bahn Praxis, dass bei
schwerwiegenden Verspätungen kulant reagiert wird. Beispielsweise im
Fernverkehr bei Verspätungen ab 90 Minuten mit Gutscheinen über 50
Mark oder bei Verspätung eines ICE ab 30 Minuten mit der Gutschrift
des ICE-Zuschlags auf die nächste Zugfahrt mit dem ICE. Beides kann
im Zug ausgegeben werden. Darüber hinaus regelt die Bahn individuelle
Fälle kulant im Rahmen des Beschwerdemanagements. Bei diesen
Leistungen ist aus Sicht der Bahn eine sinnvolle Verhältnismäßigkeit
gegeben. Jürgen Büchy: "Es ist wichtig, dass bei allen zukünftigen
Regelungen diese Verhältnismäßigkeit weiter gewahrt wird."
    
    
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