Deutsche Bahn AG

Bahn konsolidiert Fahrzeuginstandhaltung
Kapazitäten dem künftigen Bedarf anpassen
Acht Werke bis 2003 geschlossen

Berlin (ots) - und das bei Fixkosten im zweistelligen Millionen-Bereich pro Werk. Bei der Konsolidierung der Werke der schweren Instandhaltung und entsprechender Dimensionierung der künftigen Kapazitäten berücksichtigt die DB AG auch den zu erwartenden steigenden Instandhaltungsaufwand von Eisenbahnunternehmen, die im Wettbewerb zur DB stehen und deren Fahrzeuge gewartet werden müssen. Durch die Sanierung der Fahrzeuginstandhaltung wird die Gesamtwettbewerbsfähigkeit des Unternehmens verbessert. Ziel ist, die Produktivität der Fahrzeuginstandhaltung um mindestens 25 Prozent anzuheben. Die Konzentration der Instandhaltungsgeschäfte auf wenigere Standorte entlastet darüber hinaus das Unternehmen von den hohen Fixkosten. Das vom Vorstand der DB AG verabschiedete Werkekonzept sieht vor, im Bereich der schweren Instandhaltung die - Reisezugwagen auf die Werke Neumünster und Wittenberge zu konzentrieren, geschlossen werden die Werke München-Neuaubing (Ende 2001) und Delitzsch (Ende 2002); - ICE und Triebwagen des Regionalverkehrs in den Werken Krefeld (ICE und elektrische Triebzüge) und Kassel (Dieseltriebzüge) instand zu halten, geschlossen wird Nürnberg (2003); - Elektrolokomotiven im Werk Dessau zu warten, geschlossen wird Opladen (2003); - Diesellokomotiven in den beiden Werken Cottbus und Bremen zu unterhalten, Chemnitz wird geschlossen (2003), für das Werk Stendal werden aussichtsreiche Verhandlungen mit Land und Partnern geführt; - Güterwagen in Paderborn und Eberswalde instand zu halten, geschlossen werden die Werke Leipzig-Engelsdorf (2001) und Zwickau (2003); - Bremskomponentenaufbereitung weiterhin in Fulda durchzuführen. Im Bereich der betriebsnahen Instandhaltung sieht das Konzept vor, - Neustrelitz, das Dieseltriebwagen und Diesellokomotiven wartet, zum Jahresende 2001 zu schließen. Die Entscheidung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, künftig den Nahverkehr auf der Strecke Ludwigslust - Neustrelitz nicht mehr bei der DB zu bestellen, hat diese Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen zusätzlich begünstigt. Derzeit laufen in Neustrelitz noch Verkaufsgespräche mit Interessenten für die Übernahme des Werkes. Darüber hinaus hat der Vorstand beschlossen, die in den betriebsnahen Werken Limburg, Hannover-Leinhausen (jeweils Reisezugwagen) und Erfurt (Reisezugwagen und Elektrolokomotiven) erbrachten Leistungen der schweren Fahrzeuginstandhaltung im Zuge der Kapazitätsanpassung von den übrigen betriebsnahen Instandhaltungsleistungen dieser Werke zu trennen und aufzulösen. Die betroffenen Werksteile an den Standorten Limburg und Hannover-Leinhausen sollen bis Ende 2002 geschlossen werden, der Betriebsteil in Erfurt soll bis Ende 2001 stillgelegt sein. Instandhaltung leitet sich im Wesentlichen aus den gefahrenen Zug-Kilometern der Fahrzeuge ab. Zu über 70 Prozent fährt die DB AG diese Leistungen in den alten Bundesländern, während knapp 30 Prozent in den neuen Ländern eingefahren werden. Unter Berücksichtigung dieser Ver-kehrsleistung stellt die Bahn fest, dass auch nach der Schließung der genannten Werke fast 50 Prozent der Instandhaltungs-Leistungen überproportional aus den Werken der neuen Bundesländer kommen. Die freigestellten Standorte werden gemeinsam mit den betroffenen Landesregierungen für neue bzw. andere Verwendungen zum Kauf angeboten. Der Vorstand der DB AG hat in seiner Sitzung ebenfalls beschlossen, für die betroffenen Mitarbeiter in den Werken nach alternativen Beschäftigungen zu suchen. So werden standortbezogene Vermittlungsaktivitäten gestartet und der konzernweite Arbeitsmarkt eingebunden. Von Verkehrsmi-nister Kurt Bodewig hat der Vorstand der DB AG einen Brief erhalten, die geplanten Maßnahmen sozialverträglich umzusetzen. Auch der Vorstand der Deutschen Bahn ist für möglichst sozialverträgliche Regelungen. Darüber wird jetzt mit Gewerkschaften und Betriebsräten geredet. ots Originaltext: Deutsche Bahn AG Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Dieter Dieter Hünerkoch Leiter Kommunikation Tel.: 0 30/2 97-6 11 30 Fax: 0 30/2 97-6 19 19 Christine Geißler-Schild Sprecherin Technik Tel.: 0 30/2 97-6 11 68 Fax: 0 30/2 97-6 23 22 E-Mail: medienbetreuung@bku.db.de Internet: http://www.bahn.de Original-Content von: Deutsche Bahn AG, übermittelt durch news aktuell

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