Deutsche Bahn AG

Stellungnahme der Bahn zum Bild-Artikel vom 19. April 2001

    Berlin (ots) - Bezugnehmend auf den heutigen Artikel in der BILD-Zeitung "Bahn will 32 Millionen Zugkilometer streichen" nimmt die Deutsche Bahn wie folgt Stellung:          Die Deutsche Bahn befindet sich derzeit in einem umfangreichen Sanierungsprozess mit dem Ziel, die wirtschaftliche Lage des Konzerns zu verbessern und das Angebot den Kundenbedürfnissen folgend auszubauen. In diesem Sinne wird sich die Bahn in den kommenden fünf Jahren konsequent von unwirtschaftlichen Aktivitäten trennen und bis 2005 im Rahmen einer Investitionsoffensive rund 79 Milliarden Mark schwerpunktmäßig in Schiene, Technik und neues Wagenmaterial investieren.          Ein Teil des laufenden Sanierungsprogramms ist die Neuausrichtung des Angebotes im Personenverkehr  - "MORA"(marktorientiertes Angebot) - beginnend mit dem Fahrplanwechsel im Juni 2001. Wie bereits mehrfach kommuniziert, gibt die Bahn zum Juni 2001 bundesweit rund 13 Millionen schwach ausgelastete und seit Jahren defizitäre Zugkilometer, schwerpunktmäßig im InterRegio-Verkehr, auf. 4,5 Millionen Zugkilometer davon werden im Nahverkehr weiter gefahren. Kunden können zudem vielfach auf parallel verkehrende Züge umsteigen.

    
    Ziel dieses Programms ist es, langfristig die Wirtschaftlichkeit
im Personenverkehr zu sichern bzw. zu steigern.
    
    Im Sinne der Gesamtwirtschaftlichkeit des Konzerns wird die Bahn,
unter anderem mit den Ländern, künftig weitere Gespräche führen, wie
Verkehre insgesamt wirtschaftlicher gestaltet werden können.
Bahn-Chef Hartmut Mehdorn: "Schwach ausgelastete
InterRegio-Verbindungen fahren der Bahn derzeit rund 300 Millionen
Mark Verlust pro Jahr ein. Das macht weder ökonomisch noch ökologisch
Sinn. Die Bahn muss, um wirtschaftlich zu sein, ihr Netz und ihre
Verkehre optimieren und wo nötig bereinigen dürfen. Wir sind dabei,
hier unsere Hausaufgaben zu machen, auch wenn es dafür nicht nur
Beifall gibt."
    
    Behauptungen der BILD-Zeitung, die Kürzungen von Verbindungen
seien auf rückläufige Fahrgastzahlen zurückzuführen, entbehren jeder
Grundlage. Die Beförderungsleistung im Personenverkehr der Deutschen
Bahn ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um  2,1 Prozent auf 74,4
Milliarden Zugkilometer gestiegen und erreichte damit die höchsten
Zuwächse seit Beginn der Bahnreform. Vorreiter war hier insbesondere
der Fernverkehr, der 2000 um 3,8 Prozent zulegte. Die Zahl der
Reisenden erhöhte sich um rund zwei Prozent auf über 1,7 Milliarden.
"Erstmals seit langem ist der Personenverkehr auf der Schiene stärker
gewachsen als der Individualverkehr", so Hans G. Koch,
Marketingvorstand Personenverkehr. "Das Programm MORA und unsere
massiven Investitionen werden zu einem deutlich verbesserten, an der
Nachfrage orientiertem Angebot führen und insgesamt die Auslastung
der Bahn verbessern.
    
    
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