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Rheinische Post: BenQ: Verkauf an Zocker

Düsseldorf (ots)

Von Antje Höning
Kühl betrachtet, muss man bezweifeln, dass sich die Massenware 
Handy in Deutschland profitabel herstellen lässt. Zu hoch sind die 
Lohnkosten und zu gering der Anteil der Entwicklungsarbeit. Doch dies
hat bei der Pleite von BenQ die kleinste Rolle gespielt, zumal die 
Mitarbeiter zur Rettung der Handywerke auf viel Geld verzichtet 
haben. Die wahren Schuldigen sitzen in München und Taiwan. Erst 
verschliefen die Siemens-Manager Entwicklungen wie das Klapphandy, 
dann verschacherten sie die Handywerke eilig an BenQ. Sie prüften 
nicht mal, ob die Taiwanesen überhaupt in der Lage waren, den Werken 
eine Perspektive zu geben. Denn das waren sie nicht. Die Asiaten 
versagten beim Management und scheinen auch noch kriminelle Energie 
entwickelt zu haben. Wer einer klammen Tochter noch eine halbe 
Milliarde Euro aus der Tasche zieht, unterschreibt ihr Todesurteil.
Für die BenQ-Mitarbeiter ist es kein Trost, dass sie nicht die ersten
sind, die ein Dax-Konzern ausländischen Zockern ausliefert. Eon hatte
seine Duisburger Tochter Klöckner & Co. an eine britisch-iranische 
Gruppe verkauft, die dann ebenfalls in die Kasse der Tochter griff. 
Das Abenteuer endete glimpflich, Klöckner geht es gut. Für das 
Abenteuer BenQ müssen dagegen tausende Beschäftigte und Gläubiger in 
Kamp-Lintfort und Bocholt teuer bezahlen. Bitter.

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