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Rheinische Post: Irak mahnt Westen

Düsseldorf (ots)

Von Godehard Uhlemann
Der stellvertretende irakische Regierungschef Barham Salih hat 
Recht. Er spricht dem Westen ins Gewissen und fordert, sein Land 
nicht im Stich zu lassen. Der Appell richtet sich vor allem an die 
USA und Großbritannien, die 2003 den Militärschlag gegen Saddam 
Hussein wagten und damit die Initialzündung für einen neuen Irak 
gaben. Sie träumten von einer Demokratisierung und sprachen von 
Freiheit. Und heute? Der Irak droht im Sumpf von Mord und Totschlag 
zu versinken. Inner-irakische Kämpfe um Macht und Einfluss toben. 
Jeden Tag fallen bis zu hundert Menschen dem Terror rivalisierender 
Glaubensgemeinschaften und enttäuschter Clans zum Opfer.
Da ist es verständlich, dass in Washington und London über 
Ausstiegsmöglichkeiten nachgedacht wird. Doch bei all dem darf nicht 
vergessen werden, dass beide Länder eine Mitverantwortung für das 
Land im Mittleren Osten tragen. Es jetzt dem Chaos zu überlassen, 
diskreditiert die Demokratie. Außerdem wäre nicht klar, welche 
Richtung der Irak einschlagen würde. Sicherlich können Truppenteile 
nach Hause geholt werden, doch es darf dabei kein Machtvakuum 
entstehen, das der jungen Regierung in Bagdad die Chance zum 
Überleben nimmt.

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