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Rheinische Post: Niebel weist SPD Mitverantwortung an "Unterschichten"-Problem zu

Düsseldorf (ots)

In der Debatte über eine neue "Unterschicht" in
Deutschland hat FDP-Generalsekretär Dirk Niebel der SPD eine 
Mitverantwortung zugewiesen. "Dass die SPD das Thema auf die 
Tagesordnung setzt, ist konsequent. Denn die Angst vor Verarmung 
breiter Schichten ist ein Ergebnis der Hartz-Reformen, die nicht gut 
gemacht wurden", sagte Niebel der "Rheinischen Post" (Montagausgabe).
Er sprach sich zugleich dafür aus, Sanktionsmöglichkeiten gegen 
Arbeitsunwillige konsequenter auszuschöpfen.
"Wenn man grundsätzlich festlegt, dass zumutbare Arbeit nicht 
abgelehnt werden kann ohne Kürzung der Leistung, würde das die Arbeit
der Fallmanager erleichtern." Wenn jemand eine Arbeit ablehne, könne 
man ihm zwar heute schon 30 Prozent der Leistung kürzen.  Fallmanager
scheuten aber häufig diesen Konflikt. "Da sollte man das Gesetz 
überarbeiten", so Niebel. Eine generelle Kürzung der Leistungen aber 
lehne er ab.
Das  Bürgergeld der FDP könnte mit einer Zusammenführung der Steuer- 
und Sozialsysteme verhindern, dass Menschen in Armut fielen, und es 
schaffe  zugleich Anreize, gering bezahlte Tätigkeiten anzunehmen. 
Das Bürgergeld-Konzept von Thüringens Ministerpräsident Dieter 
Althaus  (CDU) entspreche zwar trotz der Namensgleichheit in vielen 
Punkten nicht dem der FDP, sei aber "bestimmt eine Basis, auf der man
diskutieren könnte", sagte Niebel.  Und:  "Herr Althaus verfolgt 
eindeutig einen Ansatz, der in die richtige Richtung geht."

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