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Rheinische Post: Steuern ohne Ende

Düsseldorf (ots)

Von Detlev Hüwel
In einem Punkt sind sich Union und SPD trotz aller Differenzen 
offenbar einig: Ein Verzicht auf die Aufstockung der Mehrwertsteuer 
ab nächstem Jahr kommt nicht in Frage. Verwundert reibt sich der 
steuerzahlende Bürger die Augen: Nimmt der Staat Monat für Monat 
nicht deutlich mehr ein als noch vor einem Jahr? Werden jetzt nicht 
neue Rekordziffern genannt, die es der Bundesrepublik ermöglichen 
können, unter die von der Europäischen Union markierte Defizit-Grenze
von drei Prozent zu rutschen?
Jetzt könnte eigentlich die Stunde von Jürgen Rüttgers schlagen, der 
im vorigen Jahr noch heftig gegen die Heraufsetzung der 
Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent opponiert hat. Er müsste seine 
Stimme lautstark erheben, auf dass es bis nach Berlin schalle: "Es 
ist eine Lebenslüge zu glauben, dass der Staat immer mehr abkassieren
muss."
Wahrscheinlich wird es aber doch so kommen. Schwacher Trost: Geht das
Steueraufkommen weiter nach oben, kann NRW-Finanzminister Linssen 
schneller sein ehrgeiziges Ziel erreichen, endlich wieder einen 
Haushalt zu präsentieren, der dem Verfassungsgebot entspricht. Das 
klingt akademisch. Doch weniger Schulden bedeuten mehr 
Handlungsspielraum für das Land. Davon profitiert der Bürger.

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