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Rheinische Post: Kommentar: Die Baunebenkosten müssen sinken

Düsseldorf (ots) - Für das soziale Gefüge von Stadtteilen kann das nicht gesund sein: Da werden in Großstädten wie Düsseldorf Neubauwohnungen für mehr als 10.000 Euro je Quadratmeter verkauft, die Toplagen nicht einmal berücksichtigt. Eine Rentnerwohnung mit 70 Quadratmetern für 700.000 Euro? Wer soll das kaufen oder auch nur mieten können? Nur wer das Glück hat, über viel Eigenkapital oder andere Sicherheiten zu verfügen, kommt in den Genuss niedriger Zinsen. Das an sich richtige Prinzip von Angebot und Nachfrage sorgt dafür, dass sich der Spalt zwischen Eigentümern und Mietern vertieft. Damit soziale Verwerfungen nicht noch drastischer werden, müssen die Nebenkosten für das Bauen und Kaufen von Immobilien sinken. Ideen gibt es genug: So könnte die Grunderwerbsteuer gesenkt oder mit einem Freibetrag versehen werden. Auch eine Pauschalgebühr für Dienstleister wie den Notar wäre denkbar. Es ist ja schwer nachvollziehbar, warum sich dessen Vergütung nach dem Kaufpreis richtet - die Leistung bleibt dieselbe. Nur wenn solche Einstiegshürden in eine solide Immobilienfinanzierung fallen, können auch viele Berufseinsteiger und Familien ihren Traum vom Eigenheim weiterträumen. Insbesondere für eine stabilere Altersvorsorge ist das entscheidend.

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