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Rheinische Post: Kommentar
Rote Karten für Chaoten = Von Gianni Costa

Düsseldorf (ots) - Das Fußballstadion empfinden einige wenige Chaoten als rechtsfreien Raum. Sie zünden Böller und Pyrotechnik auf den Zuschauerrängen - und bringen damit viele um sich herum in Lebensgefahr. Viel zu lange wurden derartige Aktionen als Stimmungselemente glorifiziert, als Teil der Inszenierung im Fußball geduldet. Es ist deshalb ein wichtiges Signal, dass der Sport sich von Kriminellen nicht als Bühne missbrauchen lässt. Wer sich daneben benimmt, muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Viele Vereine haben sich damit lange zurückgehalten. Sie fürchten die Auseinandersetzung mit den Stimmungsmachern in der Kurve. Es ist aber dem Publikum längst nicht mehr vermittelbar, dass Strafen pro Saison in sechsstelliger Höhe an den DFB überwiesen werden, weil ein paar Unbelehrbare konsequent die Regeln brechen. Deutlich wirkungsvoller als Geldstrafen, die viele Täter ohnehin niemals abstottern können, ist allerdings etwas anderes: Stadionverbot - und zwar für mehr als nur eine Saison.

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