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Rheinische Post: Kommentar: Erasmus-EU reicht nicht

Düsseldorf (ots) - Die Botschaft von Bratislava kann nur lauten: Unsere Werte sind nicht verhandelbar. Die EU darf in den Brexit-Gesprächen bei der Freizügigkeit keine Abstriche machen. Überall studieren, arbeiten, leben - das ist das Versprechen einer werteorientierten Union. Rosinenpicken würde hoffähig, wenn die Briten freien Warenverkehr bekommen, aber Mauern für Menschen hochziehen dürfen. Für die Rest-EU muss gelten, was Robert Schuman, einer der Gründerväter, einst formuliert hat, um ein Fundament des Friedens über Kriegsruinen zu legen. Europa lasse sich nicht in einem Schlag herstellen, "es wird durch konkrete Tatsachen entstehen". Die Solidarität der Tat braucht die EU der 27 jetzt. Konkretes, verlässliches Handeln mit dem Ziel einer schlagkräftigen Union. Für eine einheitliche Migrationspolitik zum Beispiel muss Angela Merkel Kompromisse suchen. Die Kanzlerin kann nicht erwarten, dass alle eine grenzenlose, illegale Migration akzeptieren. Die Sicherung der Außengrenzen ist ein Grundwert der EU-Verträge. Vielleicht sollte man sich darum mal kümmern. Ohne türkische Hilfe.

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