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Merkels Krisenherde = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - So viele Feuerlöscher, wie Kanzlerin Merkel in den kommenden Wochen benötigt, kann sie auf einmal nicht in die Hand nehmen. International bleibt die Lage dramatisch: der Krieg in Syrien, das Pulverfass Ukraine, das zerstörte deutsch-türkische Verhältnis, der wackelige EU-Flüchtlingspakt sowie der Brexit. Die Fäden aller Krisenherde laufen für die europäische Politik bei der deutschen Kanzlerin zusammen. Sie ist schon so lange im Amt, dass ihr auf allen Feldern Verantwortung zugeschoben wird. In früheren Zeiten gelang es Merkel, Deutschland als das ruhende Auge im internationalen Sturm erscheinen zu lassen. Doch mit der Ankunft der Flüchtlinge, des Terrors und der innertürkischen Auseinandersetzungen in deutschen Innenstädten geht diese Taktik nicht mehr auf. Im Gegenteil: Nun stellen die Konflikte, die auch bei uns ausgetragen werden, Merkels Autorität, ihre Politik, ihre Kanzlerschaft in Frage. Dieser Gefahr kann sie nur mit einem offensiveren Einsatz für die Innenpolitik und für nationale Belange begegnen.

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